Aufmarschgebiet Deutschland

Deutschland wird ab Anfang Februar zum Aufmarschgebiet für fast 40.000 US-Soldaten auf ihrem Weg an die russische Front. Sie sollen nach den Planspielen der Übung „Defender 2020“ die im Baltikum und Polen unter Druck geratenen Nato-Truppen gegen den namenlosen Aggressor aus dem Osten unterstützen und entsetzen.

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Mit Kampfpanzern, Haubitzen und Artillerie rollen die US-Truppen in der größten Truppenbewegung seit Jahrzehnten quer durch Norddeutschland. Die Bundeswehr leistet bereitwillig Hilfsdienste in Form von Eskorten, Bereitstellung von Unterkünften, Transportmitteln und anderer Infrastruktur. Auch die Deutsche Bahn unterwirft sich kritiklos dieser Provokation Russlands. Deutsche Züge rollen mit Kriegsmaterial gen Osten wie vor 75 Jahren.

Welche Wirkung ein solcher Aufmarsch in und über Deutschland in Russland zeigt, scheint weder die deutschen Politiker noch die an diesem Schauspiel ansonsten beteiligten verantwortlichen Personen zu interessieren. Es ist ja nur eine Übung.

Die gleiche Argumentation führt in dem Film „Jagd auf Roter Oktober“ der sowjetische Botschafter gegenüber dem US-Minister an. Die Truppenkonzentration der Sowjetmarine im Nordatlantik sei nur eine Übung, ein Manöver. Der US-Minister antwortet ihm daraufhin sehr eindringlich, dass die hohe Konzentration der Sowjetkräfte eine ebenso hohe Konzentration von US-Kräften in der Region erfordere. Und wenn zwei nicht gerade freundlich gesinnte Streitkräfte in so hoher Zahl auf so engem Raum operierten, könne es leicht zu Zwischenfällen kommen. „Auf diese Weise haben Kriege begonnen, Herr Botschafter“, so die Warnung.

Was wäre also, wenn sich Russland kurzfristig entschließt, ein eigenes Manöver an seinen Westgrenzen durchzuführen? Selbst nur aus dem Grund, um die Manöver und Truppenbewegungen der USA im Auge behalten zu können? Dann wäre der Aufschrei in unseren Medien aber groß. „Russland konzentriert Truppen“, „Russischer Aufmarsch im Baltikum“, „Neue Aggression Russlands“, das wären vermutlich die Schlagzeilen.

Doch dabei würde die russische Armee nur genau das machen, was man von jeder richtigen Armee erwartet: man sichert und kontrolliert seine eigenen Staatsgrenzen. Die Bundeswehr nehme ich davon einmal aus; sie ist aus meiner Sicht keine richtige Armee, sondern ein kaputt gewirtschafteter zweitklassiger Erfüllungsgehilfe der Nato.

Dieses von Obama in Auftrag gegebene Manöver hätte längst gestoppt gehört. Es ist einzig und allein ein aggressiver Akt gegen Russland, an dem sich Deutschland keinesfalls beteiligen sollte. Weder mit Truppen noch als Helfershelfer für Auf- und Durchmarsch.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Gerhard G.

Lügenmaul Stoltenberg behauptet doch immer u. bei jeder Gelegenheit..es geht nicht gegen Rußland. Gegen wen dann ??? Da kräht kein Grüner Hahn nach CO2-Verschmutzung...das ist wieder rechtens.

Gravatar: MGR

Diese dualistische „Freund – Feind“-Denke welche hier häufig aufblitzt ist leider naives Vorschulniveau und dient seit Jahrtausenden dem Zwecke „divide et impera“ (spalte und herrsche) von Herrschern und deren Strategen.

Versuche man doch mal in „Interessen“ zu denken. Damit lässt sich dieser tiefsitzende emotionale Freund-Feind-Impuls überwinden.

Das Anstehende Manöver ist Teil des alten angelsächsischen Schachspiels in Europa.
Wer die strategischen Gedankengänge des Briten Halford Mackinder und deren Updates durch amerikanische Geostrategen wie z.B. Zbigniew Brzeziński nachvollzogen hat, der versteht dass es denen durchaus um „divide et impera“ in Europa geht.

Es soll ein Europa (inkl. Russland) bzw. ein Eurasien nicht zusammenwachsen.
Aktuell rezitiert wird diese angelsächsische Doktrin u.a. von G. Friedman (STRATFOR) 2015 in Chicago (siehe z.B. auf Youtube).
Es kann schlicht nicht in amerikanischem Interesse liegen da sie geographisch bedingt außen vor blieben und ein eng verbundenes Eurasien die wirtschaftliche und militärische Dominanz inne hätte.

Auch die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und Polen (als neuster Spaltpilz) werden vor diesem Hintergrund nachvollziehbar.

Also immer Fragen: Was ist in deutschem Interesse (wirtschaftlich und hinsichtlich Gemeinwohl)

Gravatar: Gerhard Fenner

Diese NATO-Übung ist dringend notwendig, soll sie doch gegenüber Putins Russland eine klare Verteidigungsbereitschaft des westlichen Bündnisses zeigen.
Herr Putin betreibt schon lange eine stehtige Politik der kleinen Nadelstiche, speziell in der Suwalki-Gap, aber auch in der Ostsee, speziell vor der polnischen und litauischen Küste.

Die Nato ist also gut beraten, hier die Augen mit aller Wachsamkeit offen zu halten und Bereitschaft zu signalisieren.

Leider paktieren neo-nationalkonservative Kreise speziell in Deutschland (AfD), aber auch in Polen (Konfederacja) mit der putinschen Zersetzungs-Propaganda, die speziell über "RT" Verbreitung findet.

Gravatar: Sparschwein

Ein guter Freund ist über die neue Feindschaft gegenüber
Amerika mehr erbost als ich es bin.
Und er meint die Schuldigen zu kennen.
Und er sagt:
"Die Mauer muss wieder her."

Gravatar: Sparschwein

@ Sting

Was bitte machen Ihre sogenannten US-Vandalen platt?
Nichts machen die Amerikaner platt.
Ihre Kommentare strotzen nur so von HASS.
Hass gegen Amerika. Verschonen Sie uns bitte damit und
bleiben Sie bitte sachlich und bei den Fakten.

Die Amerikaner sind immer noch unsere Schutzmacht.
Auch wenn Trump das allmählich abbauen möchte
und Deutschland sich selbst überlassen bleiben sollte.

Gravatar: Blindleistungsträger

Der Film "Jagd auf Roter Oktober" war die übliche, verlogene US-Propaganda. Hier die arglosen Amerikaner, dort die fiesen, aufmarschierenden Russen. Die Wirklichkeit ist das glatte Gegenteil. Und die Aussage „Auf diese Weise haben Kriege begonnen, Herr Botschafter“ müsste eigentlich lauten: „Auf diese Weise werden (von uns) Kriege provoziert, Herr Botschafter“

Gravatar: Tom der Erste

Auf dem Wege , so mal kurz als Aufwärmübung die linken und grünen Rattenester ausräuchern. Die Adressen gibt´s bei mir. Die Merkel könnt ihr auch gern mitnehmen und dann irgendwo am Polarkreis aussetzen.

Gravatar: Hajo

Der nächste Krieg zwischen dem Ost-West-Block wird nicht mehr konventionell bestritten, deshalb ist dieses Manöver so sinnlos wie ein Kropf, denn kommt es tatsächlich zur Auseinandersetzung dann gibt es keine Grabenkämpfe mehr, da entscheidet ausschließlich die Schnelligkeit und Präzision von Lenkwaffen mit Nuklearköpfen und Deutschland wird das Schlachtfeld sein und wie immer, auch schon unter Napoleon standen die Deutschen in ihrer völligen Naivität den Falschen zur Seite und warum soll es heute anders sein, die haben nichts dazu gelernt und deshalb wird es uns erneut treffen und man hat auch noch einen Sündenbock für alle Fälle, was will man mehr, wenn es um die gute Sache geht, bei solchen Deppen hierzulande.

Gravatar: Sting

Man kann sich nur wundern über die Vasallen-Regierung in Deutschland.
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Wenn man diese Heuchler im Bundestag sitzen sieht, dann könnte es einem nur noch übel werden!.
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Es sind in meinen Augen nur Kriegstreiber, welche uns regieren.
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Es wird doch Zeit , diese ganzen Ami-Vasallen zum Teufel zu jagen.
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Diese hirnlosen Vasallen werden uns wieder in einen neuen Krieg gegen Russland bringen, wenn man die nicht bald stoppt !!

Gravatar: Sting

Absolut unnötige Umweltverschmutzung und Ressourcen Verbrauch.
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Wo bleiben die ach so UMWELTBEWUSSTEN, wenn hier in unserer Heimat die US-Wandalen durchziehen und alles platt machen.
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Da hört man kein Wort von diesen dummen Schulschwänzern und auch nicht vom Umweltministerium !

Gravatar: Sting

Zum Teufel mit diesen Kriegstreibern aus Übersee, sie sind die eigentliche Bedrohung für Deutschland und den Frieden in Europa !!
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Es sind nicht die Russen die uns bedrohen, sondern die Schergen des militärisch industriellen Komplexes, ein nimmersattes Kartell, deren Geschäftsmodell Kriege sind.

Gravatar: mehr.licht

"Das Gesicht der modernen US-Armee – 32 Millionen Dollar pro Stunde für Krieg":

"Die Vereinigten Staaten haben laut Studien der Brown University in den letzten 20 Jahren etwa 6 Billionen Dollar für Kampfeinsätze ausgegeben. Wenn die Kriegsführung bis 2023 beendet wird, schätzen Forscher die Gesamtkosten auf mindestens 6,7 Billionen Dollar, ohne Berücksichtigung der Schuldzinsen.

Insgesamt sind fast eine halbe Million Menschen durch die Kriege gestorben."

-voller Artikel:
https://uncut-news.ch/2020/01/13/das-gesicht-der-modernen-us-armee-32-millionen-dollar-pro-stunde-fuer-krieg/

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Sie sollen nach den Planspielen der Übung „Defender 2020“ die im Baltikum und Polen unter Druck geratenen Nato-Truppen gegen den namenlosen Aggressor aus dem Osten unterstützen und entsetzen.“ ...

In diesem Fall muss ich dem Franzi ausnahmsweise mal Recht geben:

„Die“ ´angeblich` „Mächtigen dieser Welt wollen keinen Frieden, weil sie vom Krieg leben“
https://www.youtube.com/watch?v=_vdiXsCsuZc
– womit er auch m. E. eigentlich nur den Westen gemeint haben kann!!!

Allerdings: Ist dies bei der christlichen Kirche nicht ähnlich?
https://www.theologe.de/theologe6.htm

Nun ist auch mir klar:

„Gott landet auf der Anklagebank“
https://www.erf.de/glaubens-faq/glaubenskrise-glaube-auf-dem-trockenen/33618-17
- auf die ihn seine Alte auch m. E. ´mit Sicherheit` bekleiden ´muss`!!!

Gravatar: Sting

Das altbekannte Drehbuch der USA für Kriegseinsätze
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https://deutsch.rt.com/nordamerika/96628-altbekannte-drehbuch-usa-fur-kriegseinsatze/
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Häufig kommt einem alles sehr bekannt vor. All die Experten, Journalisten, Minister und Präsidenten geben Dinge von sich, die man in leicht abgeänderter Form schon mehrfach gehört hat. Besonders dann, wenn es um Krieg und Frieden geht.
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Dann wird das ewig gleiche Drehbuch immer wieder neu verfilmt. Immer sind es die edlen Guten – in Gestalt der USA –, die sich gegen das personifizierte Böse am anderen Ende des Planeten erheben müssen. Die Gesichter und Worte variieren. Nur das Sterben bleibt immer gleich....ALLES LESEN !!


Peddy kommentiert
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Es geht kein Weg daran vorbei dieses illegale heuchlerische US-Staat auf dem von ihr okkupierten Boden der Indianer zu bekämpfen.
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Diese US-Leader und ihre Hintermänner töteten Kinder, Frauen und Männer auf aller Welt und raubt Ressoursen - Ein Monster, dass es zu bekämpfen gilt.
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Diese MAFIA, die stetig die Menschen in EURASIEN mit Lügen und Heuchelei dazu bringt zu denken, dass Amerika mit Helden gesegnet sei, muss schnellstens von den aufrechten Staaten bekämpft werden !

Gravatar: Walter

Ein guter Artikel, welcher die ganze Hinterlistigkeit und den aggresiven Charakter des US - dominierten Nato - Paktes gegen Russland aufzeigt. Gegen eine solch hochgerüstete Atommacht mit Haubitzen, Artilleri und Kampfpanzern auf zu marschieren, erinnert mich an die Indianer, welche mit Pfeil und Bogen gegen die mit Gewehren und Kanonen bewaffnete US -Armee ankämpften. Wer glaubt, dass sich die Russen auf so einen konventionellen Krieg mit der Nato einlassen würden, den kann man nur als großen Naivling bezeichnen. Wie es aussieht wollen sich die Amerikaner als Initiator dieser Nachfasching - Veranstaltung vor aller Welt lächerlich machen. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht für unser Land mit seinen atomaren US - Stützpunkten eine große Gefahr darstellen würde, wenn es dabei zu einem militärischen Konflikt kommen würde.

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Anders herum stelle ich die Frage : was währe wenn Tramp und Putin, die seit dem Mauerfall ( Weisung der Bush -Administration , gegen allgemeinen Widerstand der übrigen Besatzungsmächte )Größenwahnsinnigen in Berlin an die Kandarre nehmen und an die vortwährenden Besatzungsrechte erinnern !!

Gravatar: heinz weiss

also richtung berlin, dann haut mal rein jungs...

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