Auf den Tod des französischen Schriftstellers Jean Raspail

Die größte Ehre tut man einem großen Autor an, wenn man ihn liest. Darum folgt hier eine kleine Führung durch das ins Deutsche übersetzte Werk Raspails.

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Man hat Jean Raspail nur anschauen, ins Gesicht sehen müssen, um einen Grandseigneur zu erkennen. Diese Qualität ist das, was es leider kaum mehr gibt, wie auch Begriff und Wesen der „Dame“ verschwunden sind. Tun wir etwas dagegen.  

Jean Raspail ist am 5. Juli 1925 in einer großbürgerlichen Familie geboren worden. Nach einer erstklassigen Ausbildung wurde er zunächst eine Art Forschungsreisender auf allen Kontinenten. Seine besondere Liebe galt dabei Völkern und Kulturen, die vom Untergang bedroht waren. Deren Bewusstsein, zur Vielfalt und Schönheit der menschlichen Lebensäußerungen beizutragen zu haben, weshalb ihr Ende eine schreckliche Nivellierung der Welt bedeuten würde, setzte er mit seinen Reiseberichten in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Denkmal.

Seit den 70er Jahren wandte sich Raspail dem Schreiben von Romanen zu, die sich durch originelle Utopien und Dystopien auszeichnen. Sein berühmtester Roman ist „Das Heerlager der Heiligen“ (1973), in der von Raspail autorisierten Übersetzung von Martin Lichtmesz 2015 bei Antaios erschienen. Hier sind es die Europäer, deren Kultur durch eine Masseneinwanderung als vom Untergang bedroht dargestellt wird. Das Verhalten, besser: Versagen der europäischen Eliten einschließlich des Papstes und der Presse gegenüber dieser, nennen wir es: Herausforderung wird in geradezu prophetischer Weise geschildert, was den Roman gerade heute zu einer äußerst erhellenden Lektüre macht.

Den Roman „Sieben Reiter verließen die Stadt“ (1993; deutsche Übersetzung durch Horst Föhl, Antaios 2013) halte ich für sein schriftstellerisch bestes Buch. Von einer intakten Stadt aus wird die Umgebung, die in einer unverstandenen Katastrophe untergegangen ist, von einem „Stoßtrupp“ besichtigt. Der Befehl an ihn lautet: „Was geschieht um uns herum? Was ist die Bedeutung von alledem? Es wäre dieser Stadt nicht würdig, das Ende untätig abzuwarten, ohne nach einem Ausweg zu suchen.“ Es ist klar, dass hierdurch wir alle angesprochen sind, aktiv zu werden und uns die uns aufgezwungenen Veränderungen nicht als „alternativlos“ oder „zum Verstehen viel zu komplex“ verkaufen zu lassen, sondern nach einem Ausweg zu suchen. Jeder der Truppe hat eine anderen Zugang zur Katastrophe, und in der Schilderung dieser Charaktere liegt meines Erachtens die hohe Qualität des Romans. Es wäre andererseits viel gewonnen, wenn wiederum wir etwas von der Qualität dieser Figuren Raspails hätten und behielten.

Zwei seiner Romane könnte man unter der Rubrik „Alternative Geschichte“ verbuchen. In „Sire“ (1991; deutsche Übersetzung von Joachim Volkmann, nova & vetera 2009) wird 1999 in der Kathedrale Notre-Dame de Reims nach fast 175 Jahren wieder ein Bourbonenprinz zum König von Frankreich geweiht, nachdem er des Nachts, wenn Frankreich schläft, durch das halbe Land geritten ist. Dabei sieht er die Verwüstungen der Moderne, das Frankreich der Autobahnen, Betonvorstädte und Konzerne. Die Republik, deren Geschichte weit blutiger ist als die des Königreiches je war, versucht ihn mittels Beamten des Nachrichtendienstes des Innenministeriums auf seinem Weg zu fassen, was den Roman richtig spannend macht.

Hingegen geht es in „Der Ring des Fischers“ (1995; deutsche Übersetzung von Joachim Volkmann und Horst Föhl, Antaios 2016) um ein Papsttum, das ebenso geheim ist wie es das französische Königtum in „Sire“ ist. Im frühen 15. Jahrhundert gab es einmal drei Päpste gleichzeitig, einen in Rom, einen in Avignon, einen in Pisa. Jener in Rom setzte sich durch. Die Päpste in Rom sind aber die falschen (was man nachvollziehen kann, hört man den Jesuiten auf dem Stuhl Petri), die von Avignon dagegen die echten, so Raspail. Sie haben eine verborgene Nachfolge bis heute. Welch' ein Trost, dass die Wahrheit wenigstens unterirdisch lebt und vielleicht wieder ans Licht kommen könnte...

Der Roman „Die blaue Insel“ (1988; ins Deutsche übersetzt von Konrad Markward Weiß, Antaios 2018) fällt aus dem Rahmen, denn er ist autobiographisch und schildert Erlebnisse eines Jungen im Juni 1940 während der erniedrigenden Niederlage Frankreichs gegen die Wehrmacht. Ein tapferer Einzelner und die Mehrheit, die sich aufgegeben hat: ein Hauptthema Raspails. 

Eine Auswahl aus den Essays von Jean Raspail erschien unter dem Titel „Der letzte Franzose“ in der Übersetzung von Benedikt Kaiser und Martin Lichtmesz 2014 bei Antaios. Raspail ist Katholik und Monarchist, wie schon aus Sire und dem Ring des Fischers klar ist. Deshalb hat auch die französische Wikipedia als Raspails Nationalität dessen Auffassung übernommen: Royaume de France. Weiß Gott: Frankreichs Abstieg hat sich, seit es Republik und laizistisch ist, unaufhaltsam fortgesetzt.

Einen Höhepunkt der Veröffentlichungen Raspails in deutscher Sprache stellt „Die Axt aus der Steppe“ dar (1974; deutsche Übersetzung von Konrad Markward Weiß, Karolinger 2019), denn hier werden ethnographischer Bericht und essayistische Arbeit vereinigt. Wir lesen von den letzten Ainus und Kariben, den japanischen beziehungsweise karibischen Ureinwohnern, aber auch von sich zäh erhaltenden Nachfahren der Napoleonischen Truppen in Russland oder jenen der Hunnen Attilas in der Champagne. Liest man dieses wunderbare Buch, dann erkennt man das Verbrechen, das in jedem Versuch liegt, eine einheitliche und gleichgemachte Menschheit zu erzwingen. Sie wird grau sein und keineswegs friedlich. Der Versuch nützt nur den Herrschenden, die dann über die abhängigen, manipulierten und wehrlosen Massen wachen. Raspails liebevolle Schilderung von Tradition, Heimat, Treue ist ein Gegengift gegen die Beliebigkeit, die heute überall gepredigt wird. Raspail lesen macht immun gegen diese linksliberalen Zumutungen. Das ist der Hauptgrund, weshalb Sie, liebe Leserinnen und Leser, in den Qualitätsmedien kaum etwas über Raspail erfahren werden außer, dass er „ein umstrittener Autor“ gewesen sein soll.

Jean Raspail ist am 13. Juni 2020 in gesegnetem Alter verstorben, fast bis zuletzt aktiv. Möge er ruhen in Frieden! Doch sein Werk lebt weiter: Kaufen Sie sich seine Bücher! Lesen Sie sie! Es stimmt, was Raspail über sein Werk sagte: „Kanaillen gibt es genug, und ich habe keine Lust, über solche auch noch zu schreiben.“ Für alle seine Werke gilt: „Ich will mich mit aufrechten Charakteren umgeben.“ Versuchen wir, etwas von dieser Qualität Raspails über seine Bücher zu bekommen oder zu mehren und zu behalten!

 

 

 

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Gravatar: Hartwig

@Prof. Adorján Kovács 17.06.2020 - 11:50

Ihr angeführter Link:
https://sezession.de/16467/jean-raspail-die-republik-verraet-das-vaterland

Zitat:
'Wenn wir schon bei Zitaten sind, hier zwei weitere, zum Abschluß: „Keine noch so große Menge an Atombomben wird in der Lage sein, die Flut von Millionen Menschen aufzuhalten, die eines Tages die südlichsten und ärmsten Teile der Welt im Kampf ums Überleben verlassen wird, um sich in die verhältnismäßig leeren und reichen Räume der nördlichen Halbkugel zu ergießen.“ (Algeriens Präsident Boumédiène, März 1974).'

Denken beginnt mit (Vor-)Urteilen. Ich weiß nicht genau, was diesen algerischen Präsidenten zu dieser irrsinnigen, unsinnigen, überheblichene Aussage veranlaßt hat. Wahr ist das Gegenteil. Wenn Europa seine Grenzen konsequent und professionell schützen wollte, was sie nicht tun, wäre das eben NICHT möglich. Der Präsident ist ein Ignorant.

1.
Im Brüssel sitzen heute aber die Verräter des Abendlandes, die etwas in Europa aufbauen wollen, und sich eindeutig GEGEN den christlichen GOTT positioniert haben. Das ist ein Faktum, eine nicht zu widerlegende Tatsache. Über die Vereinigung und vollständige Einbeziehung Nordafrikas in die EU wird in Brüssel und in Freimaurerkreisen schon lange geredet. Es gilt als beschlossene Sache. Das Volk wird ja nicht mehr befragt.

Es ist ja genau anders herum. Ein zutiefst krankes, dekadentes Brüssel (Paris, Berlin) lädt die gesamte Menschheit hierher. Die Menschen kommen nur, weil man sie eingeladen hat. Das ist ein sehr wichtiger, großer Unterschied. Das Volk wurde erneut nicht befragt.

2.
Kennen Sie ein wenig die Geschichte Algeriens? Ich zeichne ein vereinfachtes Modell. So um 1974 herum hatte Algerien 10 (zehn) Millionen Einwohner. Irgendwann kamen die stets inkompetenten, großmäuligen, geistesgestörten Sozialisten auf die irre Idee, aus Algerien, das Japan Afrikas zu machen. Algerien besitzt viel Gas und so. Diese Gelder wollte man, in einem muslimischen (!) Land, in dem Christen VERFOLGT werden, ja es gibt sie und es sind wenige, groß reinvestieren.

Was geschah? Die Bevölkerung explodierte von 10 auf heute mittlerweile über 40 Millionen. Aus dem Japan Afrikas wurde natürlich NICHTS. Wie sollte das auch gehen, ohne entsprechende geistige Grundlage und Fähigkeiten, Disziplin, Zuverlässigkeit, und vielen anderen notwendigen Dingen? Als ob man das am Tisch planen könnte. Das Japan Afrikas. So ein Schwachsinn. Und das in einem muslimischen Land? Dümmer kann man gar nicht arbeiten wollen.

Heute leiden die Algerier immer noch unter diesen sozialistischen Größenwahn. Sehr viele finden keine Arbeit. Das Volk hat sogar ein bestimmtes Sprichwort für eine oder mehrere verlorene Generationen gefunden.

Der algerische Präsident hat geblendet. Europa ist sehr wohl in der Lage, seine Grenzen professionell zu schützen. Aber nicht das heutige Europa, das immer mehr den Verhältnissen von Sodom und Gomorrha ähnelt. Nicht Algerien ist stark, sondern das GOTTlose Europa superschwach. In der BIBEL steht sehr genau drin, was GOTTlosen blüht. Und das ist hier erneut geschehen. Nur ist es Atheisten nicht gegeben, das erkennen zu dürfen. Aber die objektiven Fakten, Ursache und Wirkung sprechen eine sehr deutliche Sprache.

Ein Europa, das sich für die Blasphemie entschieden hat, ist so gut wie tot, also erledigt. Auf welche Weise das geschieht, das ist eine andere Sache. Da gibt es viele Möglichkeiten.

Das eigentliche Versagen liegt selbst bei den Algeriern, die nicht klug und umsichtig zu wirtschaften verstehen. Auch hindert das muslimische Denken, die muslimische Kultur sie daran, genau das zu tun. Am Geld liegt es sicherlich nicht. Sondern an den Werten, die dort vorgelebt werden.

Und mit diesen Werten wird dieses atheistische Europa den Weg Algeriens gehen. Und das ist absolut gerecht.

Gravatar: Adorján Kovács

@Hartwig 17.06.2020 - 13:29
Ich kann Ihnen sehr gut folgen. Eine Gefahr sehe ich aber, und Sie bestätigen meine Befürchtung: Wenn Sie alle Facetten der Wahrheit schon in der Bibel ausgedrückt finden, brauchen Sie keine Literatur mehr. Dann wären Sie aber nicht besser als der islamische Eroberer von Alexandria, der die berühmte Bibliothek verbrannte, weil: Entweder widersprechen die Bücher dem Koran, dann sind sie schädlich, oder sie bestätigen den Koran, dann sind sie überflüssig. In diesen Fehler darf man nicht verfallen. Deshalb empfehle ich Ihnen die „Sieben Reiter...“. Sie sind nicht in der Position, die katholische Überzeugung Raspails anzuzweifeln und Sie sollten es nicht tun.

Gravatar: Hartwig

@Prof. Adorján Kovács 17.06.2020 - 11:50

0. Die Aufgabe von Intellektuellen, von echten Wissenschaftlern, liegt darin, Argumente bis zum Original zurückzuverfolgen. Keines der Argumente von Raspail kann daher neu sein.

Wer weiß heutzutage beispielsweise, daß der Satz von Pythagoras, lange vorher, bereits den Sumerern bekannt gewesen sein soll?


1. Ich weiß seit über 15 Jahren über diese Entwicklung Bescheid, ohne Raspail. Ich kenne die Ziele der EU, deren Aufbau, deren Denken. Ich kenne das Denken in Deutschland und in anderen Ländern. Ich habe den Intellekt der Linken studiert, den schwachsinnigen, Blender-Atheismus, in all seinen vielen Varianten. Nichts von dem, was Michel Houellebecq oder Raspail sagen, ist etwas wirklich Neues. Für den modernen Menschen, ja. Es ist alles logisch aufgebaut. Wer die BIBEL kennt, wie ein Fachbuch studiert, dem wird alles offenbart.

Wissenschaftler haben sich immer an der Originalquelle auszurichten. Raspail ist eine Sekundärquelle. Ich leugne nicht, daß seine Bücher interessant geschrieben sind. Aber, an Literatur habe ich kein Interesse mehr. Ich ziehe das Original vor. Nichts was Raspail da sagt, ist neu. Das will nicht bedeuten, daß er kein kluger Denker ist. Mitnichten.

Momentan kann man sein Begräbnis über lefigaro.fr mitverfolgen.


2. Der Zusammenhang ist die BIBEL. Wenn Raspail wirklich katholisch war, das sehr ernst nahm, also einer, der sich von keinem falschen Papst täuschen läßt, von keinem korrumpierten Teil der Kirchenhierarchie, die dem Atheismus frönt, dann weiß er sehr gut Bescheid. Besser kann man nicht infomiert sein.


3. Ideologien sind wie Brillen. Hat man sich für eine entschieden, ist es wie eine gefärbte Brille, in einer jeweiligen Farbe. Jede Ideologie unterscheidet sich und verschweigt etwas. Fast alle widersprechen sich. Nicht so die BIBEL. Die BIBEL erst öffnet den Blick des Menschen für alles Wesentliche. Die BIBEL verschweigt nichts. Der Mensch sieht alles klar und deutlich, ungeschönt. Kein Buch beschreibt den Menschen und seine Schwächen besser. Die BIBEL ist eine eigene Liga, unerreicht. Und die BIBEL sagt genau, wo es langgeht. Und vor allem, wo die GOTTlosen immer automatisch scheitern werden. Das sind geistige Gesetze, die sich immer wieder bestätigt haben. Ich habe es in meinem persönlichen Leben selbst bestätigt gefunden. Aber was ist schon mein Leben?

Das ist ja das Versagen der Moderne. Die Orginalquelle zu verkennen, sie arrogant zu übersehen und sich dabei anzulügen und über sich dennoch sagen, man wäre objektiv. Das ist eine hinterhältige Lüge und die Lebenslüge überhaupt. Wer die BIBEL übersieht, kann logischerweise niemals objektiv sein.

Wenn Raspail ein echter Katholik war, sein wollte, dann hatte er aus der BIBEL all seine Ideen für seine Bücher, für seine Gedanken. Da wer ein guter Schriftsteller war, fiel ihm das sicherlich leicht.

Seit ich die BIBEL kenne, finde ich jegliche Literatur langweilig, fad. Aber, das ist meine subjektive Haltung, die nicht verallgemeinbar sein soll und ist.

4.
Ich kenne die Absichten des Islam. Diejenigen des Atheismus. Ich kenne die Gemeinsamkeiten beider Ideologien. Der Buddhismus ist mir nicht fremd. Und alle anderen Abarten sind sehr gut einzuordnen.

Ich kenne die kriminellen Tricks der Möchtegern-Aufklärung, die keine war. Es war alles ein großer Betrug.

Es wird zum großen Knall kommen müssen. Aber, daß man weiterhin nur sehr wenig über die Hauptintriganten zu lesen bekommt, denn verkommenen Freimaurern, das überrascht mich doch ein wenig.

Und was die Kriminellen nicht ahnen, der Besitzer des Weinbergs wird sich all dieser Verbrecher annehmen und sie alle gerecht aburteilen. Nicht einer kann entkommen, ungeachtet seines angehäuften Reichtums. Ich finde das wunderbar und bin sehr zufrieden.

Wenn Raspail jedoch die BIBEL verachtet haben sollte, dann ist er sowieso nicht auf dem Laufenden. Es ist mir unverständlich, warum Christen Angst haben, über das beste Buch der Welt zu reden. Alle teueren Unis sind dagegen der letzte Dreck.

Gravatar: Hartwig

1.
Ob Raspail in Frieden ruhen wird, das liegt nicht in unserer Hand, sondern an seinen Entscheidungen als er noch lebte.

Nur die BIBEL formt aufrechte Charaktere. Die BIBEL bildet gleichzeitig die exzellenteste und billigste Schule überhaupt. Es gibt nichts Besseres.

Die BIBEL macht den Menschen frei, unabhängig, stark und wehrhaft. Physikbücher machen dumm und die meisten Bücher über Philosophie, ebenfalls.


2.
Zitat: "[...] Frankreichs Abstieg hat sich, seit es Republik und laizistisch ist, unaufhaltsam fortgesetzt."

Genauso ist es. Aber der moderne Mensch ist intellektuell nicht mehr in der Lage das zu erkennen, geschweige, darüber höflich und distanziert zu reden.


3.
Das Richten der Päpste sollte man einzig und allen dem LEBENDIGEN GOTT überlassen. Es steht Menschen nicht zu, über diese zu richten. Vor allem wenn man kein Katholik sein will und daher keine Ahnung von der Materie.


4.
Über das Christentum in der Moderne zu sprechen und ein zentrales Thema nicht anzugehen, bedeutet die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben. Der Atheismus hat durch viele feine und harte Schläge die Lehre korrumpiert. An den Schaltstellen sitzen Verräter, die eben keine christlichen Werte mehr vertreten. Das ist doch alles sehr logisch.

Hier Zeitzeugen, die über genau das berichten, was bei auch und noch schlimmer, bei den Nicht-Katholiken, sich vollzogen hat, mit grausamen Konsequenzen.

a. Wolfgang Bühne - Unterwanderung auf leisen Sohlen
b. Dr. Lothar Gassmann - Evangelische Kirche wohin. Oder. Die gegenwärtige Unterwanderung der evangelischen Kirchen
c. Dr. Lothar Gassmann - Die schleichende Unterwanderung: Evangelikale einst und heute
d. Alexander Seibel - Gemeinde Jesu endzeitlich unterwandert

Es ist die GOTTlosigkeit die Westeuropa ruiniert. Logisch. Eine Moral ohne den christlichen GOTT ist keine, sondern Dekadenz und Perversion.

Gravatar: Michael M.

Danke für die Übersicht über die Werke Raspails. Ich kenne bisher nur sein "Heerlager der Heiligen", das ich spannend fand, obwohl ich sonst kaum Belletristik lese.

Gravatar: Adorján Kovács

@Joachim Datko 15.06.2020 16:55 Uhr
Dank für Ihre Antwort. Natürlich kann jeder lesen, was er will, Hauptsache, er liest überhaupt. Ich glaube aber, Sie sind hier voreingenommen. Ein und derselbe Autor kann, wenn er gut ist, ganz unterschiedliche Bücher schreiben, und ich wiederhole, das empfohlene Buch würde Ihnen sehr wohl etwas sagen. Aber wer nicht will, der hat schon.

Gravatar: Joachim Datko

Zu Adorján Kovács 15.06.2020 - 11:46

"@Joachim Datko
Es hätte mich gefreut, wenn Sie einen Kommentar zur Sache, nämlich zum Tod und Werk Raspails, geschrieben hätten und nicht dieses stereotype Zeug."

Sie können gerne lesen und für gut befinden, was Sie wollen. Wenn sich ein Schriftsteller allerdings Gedanken über die Päpste der römisch-katholischen Kirche und die Echtheit von Nachfolgern macht, hat er mir wohl nicht viel zu sagen. Ich kann dem religiösen Milieu nichts Gutes abgewinnen.

Stereotyp sind Religionen, sie drehen sich jahrhundertelang im Kreis. Bei den abrahamitischen Religionen steht dabei eine Gottesvorstellung von Hirtenvölkern aus dem Nahen Osten im Mittelpunkt. Im Christentum kommt noch ein angeblicher Wunderheiler hinzu.

Gravatar: Adorján Kovács

@Joachim Datko
Es hätte mich gefreut, wenn Sie einen Kommentar zur Sache, nämlich zum Tod und Werk Raspails, geschrieben hätten und nicht dieses stereotype Zeug.
Ihnen könnte ich "Die Axt aus der Steppe" empfehlen. Keinerlei Religion drin, aber wunderbare Beobachtungen aus drei Erdteilen.

Gravatar: Joachim Datko

Das Papsttum beruht auf falschen Vorstellungen. Die römisch-katholischen Päpste verwalten ein Lügengebäude. Die abrahamitische Gottesvorstellung der Juden Christen und Mohammedaner, sowie die Teufelsvorstellung sind Lügengebäude. Den angeblich wundertätigen Wanderprediger hat es nicht gegeben.

Zitat: "Die Päpste in Rom sind aber die falschen (was man nachvollziehen kann, hört man den Jesuiten auf dem Stuhl Petri), die von Avignon dagegen die echten, so Raspail. Sie haben eine verborgene Nachfolge bis heute."

Die römisch-katholische Kirche hat unendliches Leid über die Menschen gebracht. Bei uns wurden die Menschen jahrhundertelang in Angst und Schrecken versetzt und ausgebeutet.

Ich lobe mir das naturwissenschaftliche Weltbild, die Demokratie und die geistige Freiheit.

Joachim Datko - Physiker, Philosoph

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Vielen Dank, Herr Kovàcs, für die Vorstelluing der ins Deutsche übersetzten Bücher Jean Raspails. "Das Heerlager der Heiligen" habe ich gelesen, andere Bücher Raspails werde ich jetzt kaufen.

Gravatar: Werner Hill

Unheimlich visionär:
"... dann erkennt man das Verbrechen, das in jedem Versuch liegt, eine einheitliche und gleichgemachte Menschheit zu erzwingen. Sie wird grau sein und keineswegs friedlich. Der Versuch nützt nur den Herrschenden, die dann über die abhängigen, manipulierten und wehrlosen Massen wachen."

Diese 1974 formulierten Gedanken erinnern an George Orwell, an die digitale Überwachung in China (und bald auch bei uns?) und an die grundgesetzwidrigen Einschränkungen wegen einer angeblichen Pandemie ...
Wehret den Anfängen!!!

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