Am Antisemitismus sind größtenteils die Juden schuld

Die weltbekannte und weltberühmte Badische Zeitung hat ihren Sitz im schönen Freiburg, was die Universitätsstadt noch liebenswerter macht. Das Lesenswerteste an der Badischen Zeitung sind die Artikel der Kulturredaktion, die sich das Blatt leistet.

Veröffentlicht:
von

Vor Kurzem (?) wird das spannende, ewig aktuelle Thema „Was ist Antisemitismus?“ tiefschürfend und für das Gros der Leser zufriedenstellend abgehandelt. Um keine Leser mit diesem Thema zu überfordern, richtet sich der Artikel bewusst an Schüler.

Der hier abgedruckte Artikel ist unter
https://www.badische-zeitung.de/was-ist-antisemitismus-x2x

frei zugänglich (gewesen?).

Überschrift: Was ist Antisemitismus?

Zusammenfassung:

Wer einen Menschen jüdischer Herkunft und jüdischen Glaubens ablehnt, weil er Jude ist, ist ein Antisemit und ein Rassist. Antisemitismus ist wie Rassismus der Hass auf Menschen anderer Herkunft (?).

Inhalt:

Der Hass auf Juden reicht weit in die Antike zurück. Zuletzt im 2. Jahrhundert zerstören die Römer den jüdischen Staat und ermorden und vertreiben die Juden. Im Mittelalter werden die Juden für vieles verantwortlich gemacht: Die Juden sind Sündenböcke. Man dichtete ihnen schreckliche Verbrechen an, wie die Vergiftung von Brunnen oder den Mord an kleinen christlichen Kindern. Einen besonderen Höhepunkt erlebt der Antisemitismus in der Nazizeit (1933-1945) vor weniger als 100 Jahren. Die wenigen nicht-jüdischen Zeitzeugen haben von der Judenverfolgung kaum etwas mitgekriegt.

Adolf Hitler ist ein krankhafter Judenhasser. Unter seiner Herrschaft ermorden die Deutschen (Wehrmacht, SS, SA) unter den Augen der christlichen Kirchen und weiterer vorbildlicher Institutionen willig sechs Millionen Juden in Europa. Nach dem Krieg wird den Juden von der Weltgemeinschaft „großzügig“ als Wiedergutmachung ein winziges Land zugewiesen, wo sie bis heute von ihren arabischen und muslimischen Nachbarn mit der Auslöschung (Genozid) bedroht werden. Dieses winzige Land heißt „Israel“ und sieht sich als Nachfolger aller jüdischen Staaten, die zerstört worden sind.

Die Juden Israels vertreiben die arabischen Palästinenser und behandeln sie schlecht. Kritik an der Politik Israels zu üben, ist nicht automatisch Antisemitismus, auch wenn viele vernünftige und anständige Deutsche das so sehen.

Diskussion:

Der aufmerksame Leser erkennt, wie sich der aktuelle gesamtdeutsche Antisemitismus repräsentiert. Nicht allein im Mittelalter gilt für Juden, dass man ihnen schreckliche Verbrechen andichtet, wie Brunnenvergiftung und Kindermord. Der Leser lernt, dass der Jude bis auf weiteres als Sündenbock auserkoren ist. Gleichzeitig erfährt der Leser, dass Juden im Mittelalter schon deshalb gut zu verfolgen sind, weil sie kein eigenes Land haben. Die Verfolgung trifft die Juden zu Recht: Denn sobald sie einen eigenen Staat haben, vertreiben sie die nicht-jüdischen Bewohner oder behandeln die Araber schlecht, wenn diese zufälligerweise nicht vertrieben werden.

Die Kulturredaktion der Badischen Zeitung tut gut und richtig daran, sich mit diesem Thema an Schulkinder zu wenden, denn diese sind Deutschlands antisemitische Zukunft. Es wird die Aufgabe der jungen europäischen, christlich-islamischen Generation sein, die muslimischen und die wenigen christlichen Palästinenser vor den Juden zu schützen. Die noch lebenden Generationen sind wegen dem krankhaften Judenhasser Adolf Hitler voreingenommen, der wohl gegen den Willen der Deutschen die Judenverfolgung durchgesetzt hat. Doch das wird sich Dank der Badischen Zeitung hoffentlich bald ändern! Zu beachten ist, dass Corona wie alle bedeutenden Epidemien die Judenverfolgung beschleunigt.

Ich möchte dem interessierten Leser eine weitere Kolumne aus diesem Blatt empfehlen mit dem Titel: Was ist Kapitalismus?

Zusammenfassung:

… Der Kapitalismus hat sich seit dem 19. Jahrhundert bewährt und dem Sozialismus keine Chance gelassen. Im Sozialismus gibt es keine Kapitalisten: alles gehört allen. Karl Marx ist der Erste, der den Kapitalismus richtig analysiert. Er hofft und glaubt, dass eines Tages der Kapitalismus überwunden ist. Bisher sieht es nicht danach aus.

Sobald der Freiburger Schüler erfährt, dass Marx einer Rabbinerfamilie entstammt und folglich genetisch Jude sein muss, wird der Schüler begreifen, warum der Jude Marx den Kapitalismus abschaffen will: Er hasst die Gojim! Glücklicherweise ist der oben erwähnte krankhafte Judenhasser namens Adolf Hitler erfolgreich darin, diese jüdische Ideologie aufzuhalten, vielleicht sogar zu vernichten.

PS:
Wer krankhaft oder gezwungenermaßen etwas tut, ist nicht voll zurechnungsfähig und kann somit wegen Schuldunfähigkeit einen Gefängnisaufenthalt vermeiden. Hitler hätte nicht gebraucht, sich zu erschießen.

Erschienen unter

„Am Antisemitismus sind größtenteils die Juden schuld“

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Kurt P.

@ Walter

Ob Sie es nun gutheißen oder nicht. Das Alte Testament
und das Neue Testament gehören zusammen.
Man kann es nicht trennen. Bereits das Monster A.H.
versuchte die beiden Testamente zu trennen. Was aber
unmöglich ist.
Und Jesus sagte selbst;
Alles ist wahr und es darf nicht ein Jota verändert werden.
Jeder Christ akzeptiert das. Wer nicht, muss ja kein
Christ sein.

Gravatar: Frau  XYZ

@ Walter

Das Judentum hat sich weiter entwickelt. Ganz im Gegensatz zum Islam. Genauso hat sich auch das
Christentum entwickelt. Darum kann Ihre Aussage so
nicht akzeptiert werden. Außerdem ist der Talmud ein
großes Werk der Kommentare, hat nichts mit der Thora
zu tun. Es steht ein Artikel in der Mitte des Blattes,
drum herum die Kommentare. Wie bei einer Zeitung.
Damit lernen junge Juden zu diskutieren. Und das können
sie in der Regel recht gut.

Ich möchte dazu nur ein Beispiel geben, damit Sie das
verstehen können. Im Talmud steht, z.B. "Laß dir
niemals einen Zahn reißen." Da hat jemand schlechte
Erfahrung mit dem Zähne ziehen gemacht. Verständlich.
Aber das gilt nicht für alle, in der jetzigen Zeit überhaupt
nicht mehr. Kein Jude würde sich danach richten.
Ich hoffe sehr, ich konnte Ihnen behilflich sein.

Gravatar: Walter

Es gibt einen menschenbezogenen Antisemitismus oder auch Rassismus und einen religiösen Antisemitismus.
Der menschenbezogene Antisemitismus und auch Rassismus ist vollkommen abzulehnen.
Der religiöse leider nicht. Wenn man sich mit den Schriften des Gottespropheten Moses in seinem Werk das Deuteronomium Kapitel 5 und 7 befasst bekommt man dafür die Bestätigung. Auch einige Aussagen im Talmund gehören dazu.
Beide semitischen Religionen haben in ihren Schriften menschenverachtende Aussagen, welche man nach demokratischer und humanistischer Gesinnung nicht akzeptieren kann.

Gravatar: A. Steger

Entschuldigung, aber ich habe selten etwas so Verwirrtes gelesen. Wollen Sie ehrlichen Herzens sagen, dass Adolf Hitler nicht schuldfähig gewesen ist?

Übrigens, das mit der Vertreibung der Palästinenser ist historisch falsch. Es waren die arabischen Armeen, die ihre eigenen Glaubensgenossen aufgefordert haben, ihre Heimat zu verlassen, weil es ja höchstens einige Tage oder Wochen dauern würde, bis man den jüdischen Staat überrannt und ausradiert haben würde. Das es dann nicht so kam, stellt natürlich ein großes Problem für viele dar.

Was machen Sie nun als neuer Staat mit so einer Situation. Sie können nicht einfach alle zurück lassen, dass wäre Selbstmord. Die Schuld ist somit sehr wohl nicht einseitig Israel zu zuschreiben.

Die arabischen Staaten haben dann "erfolgreich" Hunderttausende ihrer Volksgenossen in Lager gezwungen, ohne ihnen jemals eine Zukunft zu geben. Man brauchte sie als Faustpfand gegen Israel: Damit jeder sieht, "was für Verbrechen der junge Staat begangen hat!"

Übrigens gibt es keine Palästinenser. Es handelt sich um Araber, so wie in allen Ländern um Israel herum. Palästinenser wurden sie erst später genannt (60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts), um die Lüge aufzurichten, dass es sich um ein eigenes Volk handelt! So kann man dann einen Staat für ein Volk fordern, das es nicht gibt, einen Staat den man den sogenannten "Palästinensern" auch vorher nie gegeben hat.

Haben Sie eigentlich mal gefragt, warum Jordanien nie einen solchen Staat errichtet hat, solange Jordanien das sogenannte Westjordanland besetzt gehalten hat. Damals hat das niemanden in der Weltöffentlichkeit interessiert. Aber dann auf einmal, nachdem Israel diese Gebiet erobert hatte, ging der Sturm los. Es ist eine beispiellose Heuchelei.

Übrigens unterstütze ich nicht alles, was in Israel passiert und es ist den Arabern in Israel auch manches Unrecht getan worden, so wie es leider in so gut wie jedem Land der Welt geschieht. Wir haben aber kein moralisches Recht uns an dieser Heuchelei zu beteiligen.

Etwas mehr Nüchternheit täte solchen Artikeln auch gut!

Gravatar: Joachim Datko

Nach der ursprünglich wissenschaftlichen Definition sind Semiten Angehörige von Völkern, die eine semitische Sprache sprechen. Neben Hebräisch und Arabisch gehören viele weitere Sprachen dazu.

Gravatar: Es gibt Badische und Unsymbadische

Im Kampf gegen den Antisemitismus ist es wahrscheinlich nicht hilfreich, den Zusammenhang zwischen der Weltanschauung von Karl Marx, wie sie sich seinem sogenannten Kommunistischen Manifest gemäß darstellt, und seinem religiös - familiären Hintergrund herzustellen, denn das wird den Antisemitismus im Zweifelsfalle nur noch weiter befördern.

Die extremen Ausprägungen der marxistisch - leninistischen Ideologie, wie zum Beispiel Stalins Sowjetunion mit ihren "Säuberungen", die dürften am Ende nämlich mehr Menschenleben Unschuldiger gekostet haben, als jede andere Ideologie.

Einer Geschichtsklitterung sollte man keinesfalls folgen, auch und gerade und erst recht dann nicht, wenn sie, wie neuerdings, aus Richtung der Landesverfassungsgerichte kommt ...

https://twitter.com/nikolausblome/status/1265906447503765505 .

Ob es unter Stalin nun, wie Wikipedia meint, so etwa 25 Millionen Tote waren, oder doch eher 65 Millionen, wie Alexander Solschenizyn es in "Archipel Gulag" behauptet, dazu kann ich nichts weiter sagen, außer, dass ich die Differenz der Angaben für erstaunlich halte und geneigt bin, eher dem hart geprüften Nobelpreisträger Solschenizyn zu vertrauen und zu glauben.

Im Übrigen verstehe ich auch weiter nicht, warum sich mit Antisemitismus so viel beschäftigt wird, so lange die US - amerikanischen Alliierten belegter Weise dem Vorwurf ausgesetzt sind, für den Tod von 25 Millionen unschuldigen Zivilisten seit 1945 verantwortlich zu sein bei zumindest bis einschließlich Obama anhaltender Tendenz, "die Freiheit" der Welt herbeizubomben, egal wo, warum und mit welchen mehr als zynisch als "Kollateralschaden" bezeichneten Folgen. Das scheint aber nicht weiter der Rede wert zu sein, während ich finde, eine Auseinandersetzung mit den jährlich "frischen" Zahlen wäre dringender und notwendiger, als eine Auseinandersetzung mit der Frage des Antisemitismus, es sei denn, Sie gehen davon aus, dass dem globalen Feldzug der US - Amerikaner Antisemitismus zugrunde liegt.

Mit Fragen, wie der Frage des Antisemitismus machen die eigentlich garnicht lange herum. Die schießen einfach und fragen dann. Oder sie fragen nicht ...

https://youtu.be/Rx5SZrOsb6M?t=2135 .

Sie, Herr Warszawski, waren, sind und bleiben mir jedenfalls symbadisch, während mir die Badische Zeitung unter den gegebenen Umständen nicht so ganz geheuer ist.

Gravatar: Bálint József

Ich war mal in Jerusalem. Als ich mich mit Juden unterhalten habe, habe ich ihnen Recht gegeben. Als ich mit Palästinensern, da habe ich ihnen Recht gegeben. Eine Lösung habe ich nicht parat, aber ich vermute, auch Sie nicht, Herr Warszawski.

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang