Zum Thema _Länger gemeinsam lernen_
Zum Thema _Länger gemeinsam lernen_
Datum: 30.03.2010, 12:40
Kinder, die gerne lernen wollen, die am Schulstoff interessiert sind, werden bereits durch einzelne „Störer“ in der Klasse in ihrer Entfaltung behindert. Der Lehrer ist größtenteils damit beschäftigt, die „Störsender“ ruhig zu bekommen, niemand kann sich recht auf den Stoff konzentrieren.
Enttäuschung und Frustration stauen sich an, Unlust, weiter zur Schule zu gehen. Oder man macht mit.
Die Folgen sind nicht gut: Leistungsabfall, Schulunlust, körperliche Beschwerden (Kopfschmerz, Bauchschmerz, usw.); Konzentrationsprobleme.
Wenn alle Kinder zusammen lernen sollen, wird das zunehmen:
Überforderte Schüler neigen zum Stören, Lernunlustige, die gar nichts leisten und lernen wollen, sowieso. (Sie müssen ohne Abwertung) da „abgeholt“ werden, wo sie stehen.
Die Leidtragenden sind diejenigen, die sich interessieren, die gerne zur Schule gehen (das sollte ja eigentlich der Normalfall sein!). Sie werden bald als „Streber“ beschimpft, ausgelacht. Die „Mobbing-Maschinerie“ ist angeworfen.
Würden Sie gerne über Jahre Tag für Tag mit Müllmännern, Krankenschwestern, Ärzten, Wissenschaftlern, Technikern, Arbeitslosen, Lehrern ... zusammen sein (müssen) – das sei ja so gut für Ihre Leistung??? So verhält sich die Politik unseren Kindern gegenüber.
In einer „bunten Mischung“ ist es aber viel schwieriger, ein „Pendant“ zu finden, jemanden, der ähnlich denkt, sich ähnlich interessiert, einen Freund.
Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien leisten eine gute Arbeit! Jeder und jede kann hier (hoffentlich!) einen für ihn / sie passenden Platz finden, an dem er / sie in dem für das Kind / den Jugendlichen richtigen Maße gefordert – und auch gefördert wird.
Wichtig ist, dass Lehrer ihre Schüler in Liebe (natürlich nicht sexuell!) als ganze, wertvolle, einzigartige Menschen ansehen und sie ernstnehmen.
Almut Rosebrock, Rheinblick 1, 53343 Wachtberg
www.glmk.de
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