Kommentar zum ÖKT

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Kommentar zum ÖKT
Datum: 22.05.2010, 10:40

Also ich fand den ÖKT klasse!
Ich bin evangelisch-fromm und habe schon einiges an Kirchentagserfahrung.
Der KT ist ein weites Forum, das ist wahr. Aber man muss sich die Veranstaltungen, die Konzerte raussuchen mit den Leuten, wo man weiß, dass es gut ist!
Das haben wir (+ meine Kinder, 8 und 10) getan - und tolle Gemeinschaft bei wunderbaren Konzerten, bei Bastelaktivitäten, bei Stöbern auf Büchertischen, bei der Information am Lebensrechtsstand (Tabea); beim „Erlebnisgang“ der Christoffel-Blindenmission (+ Blindenschriftschreiben; der Hit für meine Kinder!); bei anderen Gemeinden, Missionsgesellschaften, Gemeinschaften erlebt.
Mein 10-jähriger Sohn erfuhr in einem halbstündigen Gespräch beim Tabea-Stand viel über das werdende Leben und den Lebensschutz.
Beide Kinder tragen jetzt den Anstecker mit den kleinen Füßchen.

Beeindruckend fand ich die "Rolli-Gang", eine Musikgruppe mit sehbehinderten und gehbehinderten Menschen, die peppig und engagiert Musik machten; ebenso wie Clemens Bittlinger, der evangelische Pfarrer, die Gruppe HABAKUK (fromme deutsche Texte, Halle mit ca. 4000 Leuten, von Jung bis Alt, tolle Stimmung!); Ruhama (ergreifendes Konzert).

Nina Hagen war im Gespräch mit einer Ordensfrau und Anderen - statt ihres Namens hatte sie vor sich ein einfaches Holzschild mit "Jesus" drauf gestellt - wider den "Personenkult". Die Frau ist richtig "fromm" geworden - man mag von ihr halten, was man will.
In U-und S-Bahn entstanden tolle, offene Gespräche und Erzählen, gemeinsames Singen mit Posaunenchor am Viktualienmarkt oder sonstwo in der Stadt, absolut friedlich, alles ohne Betrunkene (es gab keinen Alkohol, und das war gut so!).
Viele junge Menschen, aber auch ältere - alles vertreten.

Mich schmerzt die pauschale Schlechtmacherei der Veranstaltung durch Leute, die sich nicht drauf einlassen.
In der „Heilig-Geist-Kirche“ direkt am Marienplatz hatte die „Generation Benedikt“ eine sehr schöne Offene Kirche („Stay and Pray“ – draußen wurde unübersehbar dazu eingeladen!) mit 11 zum Nachdenken (und Beten) anregenden Stationen gestaltet.
Am "Zentrum Jugend" (Olympiazentrum) wurden von einer freikirchlichen Gruppe "fromme" Bücher über den Glauben und die Bibel verteilt. Sie waren nicht katholisch (der KT war ja auch ökumenisch); aber sehr zentral biblisch.

Wer suchte, konnte auf dem ÖKT finden!
Anstöße gab es viele, auch in die richtige Richtung, und wirklich engagierte Leute.
Das Forum über "Umweltschutz" war übrigens fast leer - die Halle daneben, in der es um „Hoffnung für die Zukunft“ ging, war dagegen mit ca. 5000 Leuten gefüllt... .
Dort war auch Pfarrer Franz Meurer aus Köln, der dort, zusammen mit Evangelischen, eine bedeutende sozialmissionarische Arbeit aufgebaut hat. Beeindruckend der Mann.

Es gibt Hoffnung, es gibt Leben in der Kirche - und das macht mich sehr froh!!!

Sven von Storch

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