Äpfel mit Birnen vergleichen

Frau Dr. Angela Merkel besucht den Libanon. Der sei „das Land der wahren Flüchtlingskrise", wie alle deutschen Qualitätsmedien mit einer ganz bestimmten Absicht melden. Aber das stimmt so natürlich überhaupt nicht.

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Richtig ist, dass „etwa jeder fünfte Mensch im Zedernstaat [...] damit ein syrischer Flüchtling [ist], in keinem Land der Welt leben, gemessen an der einheimischen Bevölkerung, mehr Flüchtlinge", wie SPIEGEL ONLINE schreibt. Das wären auf Deutschland umgerechnet etwa 16 Millionen Menschen. Dies wiederum entspricht ziemlich genau den 12 Millionen Ostpreußen, Pommern und Schlesiern, die zu Kriegsende aus den deutschen Ostgebieten vertrieben wurden. 

Das hat sicherlich immense Kosten verursacht und auch zu gewissen Auseinandersetzungen mit den West- und Mitteldeutschen geführt, was angesichts der Nachkriegsumstände nur zu verständlich ist. Aber das Problem wurde in kürzester Zeit gelöst. Warum? Weil es sich um Deutsche gehandelt hat, die kulturell nur minimale Unterschiede zu den übrigen Deutschen aufwiesen.

Nimmt man alle Flüchtlinge im Libanon zusammen, so sind es wohl zwei Millionen bei einer ursprünglichen Bevölkerung von etwa vier Millionen. Vergleicht man das mit einem Land gleicher Größenordnung, zum Beispiel Österreich, das knappe neun Millionen Einwohner hat, und nimmt man Deutschland als Nachbarn her wie es Syrien für den Libanon ist, dann hieße das, dass vier bis fünf Millionen Deutsche als Flüchtlinge in Österreich leben.

Das wäre wohl schwierig, aber im Grunde kein großes Problem, weil die Deutschen mit den Österreichern bis auf einige sprachliche und konfessionelle Unterschiede kulturell identisch sind. Genauso ist das im Libanon mit libanesischen und syrischen Arabern. Wenn die „FAZ" gestern schreibt, man würde im Libanon nur „den Kopf schütteln über Deutschland", weil man sich hier angeblich so anstellen würde, dann muss man den Libanesen und der „FAZ" klar sagen, dass Äpfel mit Birnen zu vergleichen falsch ist.

Deshalb verbietet sich jeder Vergleich der gegenwärtigen Situation im Libanon mit jener in Deutschland heute, und darum haben die deutschen Qualitätsmedien nicht recht, wenn sie suggerieren, dass Deutschland noch viel mehr sogenannte Flüchtlinge aus kulturell fremden Gegenden aufnehmen könnte, bis zahlenmäßige Verhältnisse wie im Libanon erreicht sind.

Dass, ergänzend bemerkt, die palästinensische Massenflucht in den Libanon in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts zur kriegerischen Dezimierung der christlichen Bevölkerung Libanons geführt hat, wird natürlich auch verschwiegen. Überall, wo Muslime hinkommen, geht es den Christen relativ bald wesentlich schlechter. Das ist so sicher wie ein Naturgesetz.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Franz Horste

Das ist der springende Punkt. All die Links-Grünen haben nicht mal einen blassen Dunst davon, wie verschieden die Menschen am südlichen Rand des Mittelmeeres und der islamischen Welt von uns sind. Der Islam prägt die Menschen nach dem Vorbild des Korans und der Scharia. Das ist das Übelste, was außer den Bibeltreuen je Menschen einander angetan haben. Auch in den 12 Jahren des tausend-jährigen Reiches ging es übel zu, wie auch im Mittelalter. Wir haben all das hinter uns gelassen. Ob der Islam je Vergangenheit sein wird, ist sehr unwahrscheinlich. Falls doch, werden wir das nicht mehr erleben.
http://wort-woche.blogspot.com/2018/04/gehort-der-islam-zu-deutschland.html

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Überall, wo Muslime hinkommen, geht es den Christen relativ bald wesentlich schlechter. Das ist so sicher wie ein Naturgesetz.“ …

Legte die Merkel(?) ihren Amtseid etwa nur deshalb ab, weil er keinerlei eigenständige rechtliche Bedeutung hat, dafür aber große symbolische Wirkung - und sich ganz besonders gut auf die auch m. E. die Deutschen immer mehr verdrängende islamische Bevölkerung beziehen lässt?

Gibt es dabei nicht auch mehr als zu denken, dass das Bundespräsidialamt deutlich machte: Der Bundespräsident könne noch nicht einmal jemanden zur
Wahl vorschlagen könne, der einen Verfassungsbruch auch nur ´in Aussicht` stelle“???

Wie konnte sich die Göttin(?) also auch noch zur Bundeskanzlerin erheben??? http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/angela-merkels-wahl-zur-kanzlerin-was-bedeutet-der-amtseid-15492589.html

Gravatar: Marc Hofmann

Der Friedensnobelpreis passt auch nicht zu Obama und der Karlspreis auch nicht zu Macron...diese Auszeichnung sind reines Theater. KEIN Mensch mit Vernunft und Verstand brauch so einen Theaterstadl!

Gravatar: Adorján Kovács

@Der Unverwüstliche
Nein, ich vergleiche Menschen aus einem bestimmten, in diesem Fall muslimischen Kulturkreis mit Menschen aus einem anderen, in diesem Fall unserem Kulturkreis. Wie Sie unseren Kulturkreis positiv bezeichnen wollen, überlasse ich Ihnen. Jedenfalls sind diese Menschengruppen m. E. zu unterscheiden, was Konsequenzen nach sich zieht.

Gravatar: Der Unverwüstliche

Nach dem Inhalt Ihres Artikels meinen Sie also "Moslems mit Menschen (der freien Welt) vergleichen"?

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