25. April 1933 – Der Tag, an dem die Nazis die Quote einführten

Das heute vom Brandenburger Verfassungsgericht gekippte ›Paritätsgesetz‹ steht in einer schlimmen Tradition.

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Für gemeinhin wird die Forderung nach Einführung einer Quote oder gar die Einführung einer Quote mit der politischen Linken oder der Frauenbewegung verknüpft. Tatsächlich aber plädierten auch die Nationalsozialisten für eine Quote, soweit sie ihnen in den politischen Kram gepasst hat.

Der Tag, an dem die Nazis eine Quote einführten, ist der 25. April 1933. Da unterzeichnete der knapp 3 Monate amtierende neue Reichskanzler Hitler das ›Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen‹. Das Gesetze zielte, wie die Paragraphen 1 bis 3 verraten, darauf, die Zahl der Schüler und Studenten zu senken. Insbesondere in den Bereichen, in denen ein starkes Missverhältnis zwischen der Zahl der Schüler und dem Bedarf der Berufe bestand, sollten Schüler und Studenten weniger werden.

Wer jetzt erwartet, dass gleichsam nebenbei willkürlich nicht arische Schüler und Studenten betroffen waren und aus Schulen und Hochschulen entfernt werden sollten, der sieht sich getäuscht. Diese Absicht wurde ›Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums‹ von Anfang April 1933 umgesetzt, das allein dazu diente, politisch nicht genehme Beamte und speziell Juden aus dem Staatsdienst zu entfernen.

Doch das ›Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen‹ verfolgte noch ein anderes Ziel und lieferte zudem eine Begründung, die sich anhört, als hätte jemand sie gestern geschrieben: In § 4 heißt es nämlich weiter: »Bei der Neuaufnahme ist darauf zu achten, daß die Zahl der Reichsdeutschen, die im Sinne des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 nicht arischer Abstammung sind, unter der Gesamtheit der Besucher jeder Schule und jeder Fakultät den Anteil der Nichtarier an der reichsdeutschen Bevölkerung nicht übersteigt.« – »Die Anteilszahl wird einheitlich für das ganze Reichsgebiet festgesetzt.«

Hier ist sie also, die Idee einer Quote: Der Anteil der Schüler nicht arischer Herkunft soll dem Anteil in der Bevölkerung gleichen. Exakt mit dieser gleichen Begründung hat die Brandenburger Regierung ihr vom Landesverfassungsgericht heute kassiertes Paritätsgesetz bei seiner Einführung ursprünglich begründet: Die Landeslisten der Parteien sollen dem Verhältnis der Frauen in der Bevölkerung entsprechen. Frau Göring-Eckhardt redete ähnlich, um die Forderung auf Bundesebene zu untermauern.

Und um deutlich zu sagen, was es wirklich meint, führt das Gesetz auch zur in § 1 bis § 3 beschriebenen Herabsetzung der Schüler und Studenten aus: »Bei der Herabsetzung der Zahl der Schüler und Studenten gemäß § 3 ist ebenfalls ein angemessenes Verhältnis zwischen der Gesamtheit der Besucher und der Zahl der Nichtarier herzustellen.«

Natürlich wird man jetzt sagen können, dass die Nationalsozialisten den Nichtariern wahrscheinlich selbst diesen dem Bevölkerungsanteil entsprechenden Anteil nicht wirklich geben wollten. Das hatten sie auch schon beim Beamtengesetz nicht getan.

Aber selbst zu dieser Absicht liefern Linke und Grüne ihre Entsprechung. Denn wie selbstverständlich fordern sie keine Quote in Bereichen, in denen Minderheiten bereits eine Mehrheit bilden. Niemand käme auf die Idee, im Fußball eine Quote zu fordern, die den Anteil der Spieler an den Anteil der Bevölkerung angleicht. Der größere Teil der schwarzen Spieler säße augenblicklich auf der Ersatzbank. Und das, obwohl die Forderung nach einer Quote sich nicht von den Forderungen nach einer Frauenquote auf Landeslisten von Parteien unterscheidet.

Mit anderen Worten: Einmal mehr zeigt sich ein im doppelten Sinne Ungeist des Zählens. An diesen Punkten unterscheiden sich Nationalsozialisten, Grüne und Linke nicht voneinander: Sie vertreten die Macht der Masse, kümmern sich also nicht um die Leistungsfähigkeit der Einzelperson. Und sie nutzen die Quote so gut es geht für ihre politischen Zwecke. Der 25. April 1933, der Tag an dem die Nazis die Quote einführten, steht dafür als Beleg.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Hier wird endlich der Schleier zerrissen ! Die Kreidefresser des Tolitarismus , machtbesessener Seelenfresser ! Hier fehlt nur noch der Begriff ,,Bewegung ", ein Moloch der dann wieder ALLES frißt !!!LINKS , immer Mord !!!!!!

Gravatar: Wolfgang Hebold

Werter Herr Winzig,

Sie fragen mich, ob ich einen Unterschied zwischen SPD , Linken und den Grünen? Zugleich fragen Sie indirekt, ob ich einen Unterschied zwischen NSDAP und Linken, Grünen und SPD sehe.

Kurz gesagt: Ja, natürlich sind da Unterschiede. Andernfalls hätte ich das Land längst verlassen. Aber das Land bewegt sich auf einen neuen Totalitarismus zu. Und auf diesem Weg bewegen sich diese Parteien aufeinander zu. Denn in einem Punkt haben Sie natürlich völlig recht: Es sind allesamt sozialistische Parteien.

Grüße,

Wolfgang Hebold

Gravatar: Willi Winzig

Sehr geerhter Herr Hebold
Sie schreiben ganz am Anfang:

Zitat:Für gemeinhin wird die Forderung nach Einführung einer Quote oder gar die Einführung einer Quote mit der politischen Linken oder der Frauenbewegung verknüpft. Tatsächlich aber plädierten auch die Nationalsozialisten für eine Quote, soweit sie ihnen in den politischen Kram gepasst hat. Zitat Ende

Sehen Sie dann einen Unterschied zwichen z.B, den SPD , Linken und den Grünen?

Die NAZIS waren doch auch Linke und Sozialisten

National SOZIALISTISCHE Deutsche ARBEITER PARTEI

wie dieses Kampflied der SPD es nicht deutlicher sagen kann.

„Früher war’n wir Sozialisten Reichsbanner der SPD, heute sind wir Nationale Sozialisten, kämpfen für die NSDAP!“

Die geringen Unterschiede sind nur noch marginal

Gravatar: lutz

Gegen Schwätzer und Hetzer

Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und "Partei" und zum Schutz der Parteiuniformen
Vom 20. Dezember 1934

Artikel 1
§ 1
(1) Wer vorsätzlich eine unwahre ider gröblich entstellte Behauptung tatsächlicher Art aufstellt oder verbreitet, die geeignet ist, das Wohl des Reichs oder das Ansehen der Reichsregierung oder das der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei oder ihrer Gliederungen schwer zu schädigen, wird, soweit nicht in anderen Vorschriften eine schwere Strafe angedroht ist, mit Gefängnis bis zu zwei Jahren und, wenn er die Behauptung öffentlich aufstellt oder verbreitet, mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft.

Alles schon mal dagewesen, man hat sich bloß einiger Anglizismen bedient: "Fake-News und Hate-Spech" hat nun wirklich auf auffällige Nähe zu "Schwätzer und Hetzer".

Deutsches Gesetz gegen Hetze und gefälschte Meldungen in sozialen Netzwerken
https://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Die Parteien stehen wegen ihrer Politik unter Druck. Das Netzdurchsuchungsgesetz dient nun ganz offensichtlich dem Schutz der Parteien.
Die halten sich nicht ans Grundgesetz, sondern benutzen den unterirdischen Tunnel nach Brüssel des Artikels 23 von 1991. Der Artikel ist illegal, denn eine freiheitlich-demokratische Verfassung, in die sich Volksvertreter einen Tunnel graben dürfen, um nach Gutsherrenart in korrupter Beziehungen mit der Industrie zu treten, oder sich in fremden Ländern breit zu machen, sowas gibt es nicht.

Das ist der Origanalartikel aus der Verfassung:

Art. 23 Geltungsbereich des Grundgesetzes
Dieses Grundgesetz gilt "zunächst" im Gebiete der Länder Baden, .. und Würtmberg-Hohenzollern." In anderen Teilen Deutschlands ist es nach deren Beitritt in Kraft zu setzen."

Das klingt nicht nur bestimmt, Art. 23 ist eine klare politische Verpflichtung, ein Rechtsspruch, das Grundgesetz in den ostdeutschen Ländern durchzusetzen!

Die Behauptung, wir hätten keine Verfassung oder Art. 146 müsse aktiviert werden, ist damit widerlegt.

Art. 146 ist eine Option, aber kein Muß. So einen Artikel haben in der einen oder anderen Form alle Verfassungen.

Art. 23 ist nur verdeckt von einem illegalen Artikel, aber er ist in Kraft!

Die Ideologie der Grünroten ist eine reine Quantitätsideologie!

Gravatar: germanix

Die faschistischen Bewegungen verstehen sich als Ideologien, denen es um eine weltanschauliche Gestaltung des Denkens und Handelns der Menschen geht. Das Volk wird als willenlose „Masse“ begriffen, die beliebig formbar ist.

Das trifft auf die Merkel-Diktatur-Regierung als auch auf die Brandenburgische Regierung zu!

Insbesondere natürlich beherbergt Brandenburg die faschistische Landesregierung von SPD, CDU und Grüne mit den lethargisch dummen Schafen, die diese Regierung gewählt haben.

Man muss diesen Faschisten den Text vom Reichsgesetzblatt vor Augen halten, damit sie kapieren, welche Schafsköpfe sie sind!

Herr Hebold - Sie haben mit diesem identischen Vergleich eine sehr gut Arbeit geleistet.

Hoffe, dass die AfD in Brandenburg den Reichsgesetzblatt-Text mit der versuchten Quoten-Gesetzgebung der Woidke-Regierung vergleicht und abdruckt, mit einem Kommentar versieht und in die Briefkästen legt!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Der Tag, an dem die Nazis eine Quote einführten, ist der 25. April 1933“ ... und im Oktober - fast 90 Jahre später - musste ein ähnliches Gesetz – verhängt durch göttliche(?) Vasallen – ´gekippt` werden!

Liegt der Grund hierfür etwa nicht auch in „Merkels Küchenkabinett“ und dem darin zusammenbrauten, ´hochinfektiösen` Machtmissbrauch?
https://deutsch.rt.com/meinung/108135-merkels-kuchenkabinett-ansteckender-machtmissbrauch/

Ich denke, dies ist schon deshalb ´sehr deutlich` zu bemerkeln
https://deutsch.rt.com/europa/108123-europa-nachruf-hannes-hofbauer-uber/,
weil hier nicht nur ´ein` „Mann ohne Prinzipien“ mit am Herd steht
https://www.youtube.com/watch?v=xQva1EIlx5o&feature=youtu.be,
der ein „Leben in Angst“ nicht nur für die Bayern für das Beste hält!
https://www.hallo-meinung.de/ein-leben-in-angst/

Ist es deshalb denkbar, dass unsere(?) heißgeliebt Allmächtige den Drosten durch den Meyer-Hermann ersetzt, weil ihr der Christian beim Schüren der Angst unter den Deutschen noch viel zu lasch ist?
https://www.n-tv.de/panorama/Wer-ist-Merkels-neuer-Corona-Berater-article22102310.html

Da ich immer mehr zu der Überzeugung komme, dass auch dieses Merkel ihre Chance in Afrika wittert
https://taz.de/Reisen-von-Merkel-Mueller-und-May/!5532227/,
weil ihr die dort etablierten autoritären Regime scheinbar als Beispiel dienen
https://www.bosch-stiftung.de/de/news/wie-autoritaere-regime-die-angst-schueren:

Wen wundert´s da noch, dass sich längst auch einige - wahrscheinlich völlig fehlgeleitete - Polizisten ihrer zu deren Schutz prügelten, göttlichen(?) Sturmsparte Namens „Antifa“ – scheinbar vollkommen uneigennützig(?) - anschließen https://www.bitchute.com/video/sPCpcq7gAOOr/,
um sicherlich schneller befördert zu werden???

Ist es im völlig vermerkelten Deutschland dann etwa auch schon völlig normal, dass eine junge Frau - die an der Querdenker-Demo als „Ordnerin“ teilnahm - deshalb ihre Arbeit verlor???
https://www.bitchute.com/video/xRP4Kk9Tz1nf/

Gravatar: karlheinz gampe

Die Grünen und die ROTEN, die ungebildeten Idioten unterscheiden sich auch sonst wenig von Faschisten! Deshalb nannte die von der SPD ermordete Rosa Luxemburg ihre SPD Genossen ja auch Sozialfaschisten. Eine Sarah Wagenknecht ist bei ihren Genossen ja auch nicht gern gelitten. Bringen die Roten die auch noch um und benennen später Straßen nach der ? So krank sind Grüne und ROTE im Kopp !

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