Die moslemischen Kämpfer, die Paris in Angst und Schrecken versetzt haben, gehören zu einer neuen wenig technikverliebten Generation, die professionell arbeitet und das Wort Konspiration wieder ausbuchstabiert. Für die Dienste ist das eine Herausforderung. Der ganze technische Schnickschnack der Überwachung ist wertlos geworden. Immer mehr Telefon- und Internetüberwachung bindet nur Ressourcen und bringt nichts mehr. Man kann sich nicht in ragenden Türmen der Überwachungszentralen verstecken, man muß wieder in die Moschee, in die Spielhalle oder ins Café gehen, wenn man was wissen will. Das zentralistische etatistische Konzept der Überwachung mit immer stärkerer Aushöhlung des Datenschutzes und der Bürgerrechte ist in Paris auf der ganzen Linie gescheitert. Eine schlimmere Blamage für die naive staatsgläubige französische Regierung kann man sich nicht vorstellen. Hollande Samstag Nacht bei der Fernsehansprache: rein optisch ein Bild des Jammers!
Die französischen Grenzen wurden gegen das wie ein Scheunentor offenstehende Deutschland nicht gesichert. In Süddeutschland wurde ein schwerbewaffneter Kämpfer eigentlich mehr zufällig aufgegriffen. Aus den bei ihm sichergestellten Unterlagen ergeben sich - wie Ermittlerkreise berichteten - erhebliche Anzeichen dafür, dass der Mann auf dem Weg nach Paris war. So berichtet es heute der von den Gebührenzahlern zwangsfinanzierte Bayrische Rundfunk.
Gegen eine aus dem Nichts auftauchende Guerilla kann man nur mit dezentraler Verteidigung erfolgreich sein. Jeder Punkt des Landes muß eine verteidigungsfähige Zelle sein, bevor die Spezialkräfte auftauchen. Die langsame Reaktion der Spezialeinheiten war gestern für über 100 Leute tödlich. Der Angriff auf die Musikhalle Bataclan begann gegen 21:49 und Hollandes Sturmtruppen brauchten zwei Stunden zum Aufkreuzen. Nach Anbruch des neuen Tags um 0:08 begann die Erstürmung des Hauses. So pomadig geht das überhaupt nicht. Kommst du noch, oder schießt du schon?
Die L-Medien behaupten, es hätten Schußwechsel stattgefunden. Schön wärs! Nein, es waren Erschießungen. Man muß aus der Vielzahl der Hinrichtungsplätze in der Pariser Innenstadt einfach den Schluß ziehen, daß die Verteidigung ohne Bewaffnung der Bevölkerung nicht funktioniert. Es muß nicht jeder Franzose mit einem Sturmgewehr rumlaufen. Praktische Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, daß es reicht, wenn alle 200 Meter jemand eine automatische Waffe zur Hand hat und wenn jeder fünfte Bürger einen Peacemaker in der Hosentasche hat. Auch das schöne Geschlecht muß nicht schutzlos sein. Es gibt auf dem Weltmarkt leistungsfähige automatische Waffen, die von zierlichen Frauen einhändig im Dauerfeuer gehandhabt werden können. Schöner ballern…
Libertäre würden sicher mit mir streiten. Aber es benötigt eine staatliche Kontrolle über den Waffenbesitz. Irre, Rauschgiftsüchtige, Kriminelle und Anhänger militanter Religionen sollten ihre Waffen nach wie vor illegal tragen müssen.
Ja liebe Nachtmützen aus den Friedensforschungsinstituten, natürlich würde es mehr Waffenunfälle geben. Aber bis 150 Franzosen beim Reinigen ihrer Flinte umgekommen sind und sich 80 dabei schwer verletzt haben dauert es eine Weile. Es war eine schöne bequeme Zeit, wo man die Volksbewaffnung nicht benötigte, wo man sich weitgehend auf das professionell arbeitende staatliche Gewaltmonopol verlassen konnte. Aber diese Zeit ist schon seit der Hinrichtung von Kunden in einem Pariser Supermarkt im Januar dieses Jahres zu Ende gegangen. Präsident Hollande hat fast ein ganzes Jahr ungenutzt verstreichen lassen und nun hat er den Salat ein zweites mal. Wir sind im Krieg. Es ist dank Multikulti wieder Mittelalter. Nicht nur Paris ist unruhig geworden.
Ich bin nicht überrascht worden, bin auch nicht geschockt. Im Gegenteil, ich habe mich gewundert, daß es seit Januar 2015 bis zur nächsten Anschlagsserie so lange gedauert hat. Hollande und Merkel werden wie nach dem Januar die Lehren aus den Anschlägen nicht ziehen. Sie werden die üblichen Sprechblasen ausspucken und zur Tagesunordnung übergehen.


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