In Italien ist die offizielle Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten auf über 3.100 Fälle angestiegen. Mehr als 100 sind bereits tot.
Die Dunkelziffer dürfte gigantisch sein. Denn die meisten anderen Infizierten in Europa haben sich bei Italien-Aufenthalten angesteckt. Dass diese Personen ausgerechnet mit jemandem der bereits gemeldeten in Kontakt gekommen sind, dürfte bei knapp 60 Millionen Einwohnern relativ unwahrscheinlich sein. Das bedeutet im Klartext: Es gibt eine gewaltige Zahl von Infizierten, die noch nicht gemeldet sind.
Die italienische Regierung hat nun weitere Konsequenzen gezogen: Landesweit werden vorübergehend die Schulen, Kindergärten und Universitäten geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen [siehe Bericht »Spiegel«].
Und in Deutschland? Was passiert dort? Auch hier fordern verschiedene Experten, Kindergärten und Schulen zu schließen. So fordert beispielsweise der Top-Virologe Professor Alexander Kekulé »Corona-Ferien« für Deutschland [siehe Bericht »Focus-Online«].
Der Grund ist nachvollziehbar: Zwar sind Kinder, insbesondere Kleinkinder, weniger gefährdet. Aber sie tragen massiv zur Verbreitung bei. Denn Kinder können nicht systematisch Hygieneregeln einhalten wie Erwachsene. Kinder fassen alles an und berührend immer wieder mit ihren Händen ihr Gesicht oder ihren Mund. Nicht umsonst gelten Kindergärten als »Durchlauferhitzer« für alle möglichen Ansteckungskrankheiten.
Über die weitere Verbreitung der Virusinfektion nach offiziellen Zahlen wird live auf einer speziellen Webseite der Johns-Hopkins-University berichtet.


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