Wir hatten bereits öfters über die Mietentwicklungen in deutschen Großstädten berichtet [zuletzt HIER]. Die Mieten steigen schneller als das Einkommen der Mieter. Besonders Rentner trifft es hart, weil sie nicht mehr auf große Einkommenssteigerungen hoffen können, um die steigenden Mietkosten zu tragen.
In Berlin gab es anscheinend Aufholbedarf seitens der Vermieter und Spekulanten. Denn in den 1990er bis frühen 2000er Jahren waren die Mieten in der Stadt sehr niedrig. Doch in den letzten Jahren steigen die Mieten so rasant, dass es einem den Atem verschlägt. Billig-Kieze werden zu teuren Pflastern. International investieren Geldanleger in den Berliner Immobilienmarkt. Zugereiste aus anderen Bundesländern, aber auch Wohnungen, die gegen teures Geld zur Unterbringung von Asylbewerbern dienen, lassen die Mieten weiter steigen.
Ein neues verrücktes, aber mittlerweile typisches Beispiel: Im Berliner Kiez Friedrichshain soll die Miete einer Wohnung um ca. 200 Prozent, oder um genau zu sein, von 458 auf 1408 Euro angehoben werden [siehe Bericht in der »B.Z.«].
Solche Beispiele sieht, hört und liest man in Berlin immer wieder: Mietpreiserhöhungen, die jeden vorstellbaren Rahmen sprengen. Die Gentrifizierung geht in schnellen Schritten voran. Immer mehr Bürger in Deutschland müssen mehr Geld für das Wohnen ausgeben und haben daher weniger zum Leben.


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