Es ist ein Phänomen, das eine gewisse Besorgnis erregt. Denn in vielen Teilen Europas und Nordamerikas steigen die Wohnungspreise und Mieten sehr viel schneller als die Einkommen. Das Wohnen in vielen Städten ist teuer geworden. Gentrifizierung nennt man das. Denn mit den steigenden Mieten werden Teile der Bevölkerung in die Peripherie gedrängt.
Wie jüngst »Welt-Online« und »Welt am Sonntag« berichteten, steigen die Mieten in Deutschland mittlerweile fast doppelt so schnell wie die Einkommen. Dies ging aus einer parlamentarischen Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Allein im Jahr 2017 stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Mieten durchschnittlich um 4,5 Prozent, die Einkommen lediglich um 2,5 Prozent.
Die Folge dieser Entwicklung: Die Bürger müssen mehr fürs Wohnen ausgeben und haben weniger zum Leben. Ein wichtiger Grund dieser Entwicklung ist der Zuzug in die Städte, die mit der Arbeitsmarktentwicklung zusammenhängt. Die Menschen folgen ihren Ausbildungen, ihren Studienplätzen, ihren Karrierechancen und letztlich ihren Arbeitsplatzangeboten.
Siehe zu diesem Thema ebenfalls die folgenden Freie-Welt-Artikel:
»Berlin: 40-Stunden-Woche und trotzdem obdachlos«
»Mietwucher in Berlin: Mietsteigerung um 200 Prozent?«


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