Müssen wir uns bald an solche Nachrichten gewöhnen? ist es schon so schlimm um unser Land bestellt? Mietwucher, Armut und Wohnungslosigkeit machen sich breit, und immer neue Horror-Geschichten rütteln uns wach.
Neueste Schock-Meldung zur Wohnungsnot: Jobcenter schickt arme Rentner auf einen Campingplatz!
Im Westerwald weiß sich das örtliche Jobcenter anscheinend nicht mehr anders zu helfen. Weil alte Menschen mit Sozialrente sich manchmal keine Wohnung mehr leisten können und weil das Jobcenter nicht genügend helfen kann und weil nicht genügend bezahlbare Wohnungen zur Verfügung stehen, werden nun arme Rentner auf den Campingplatz geschickt [siehe Berichte »Focus-Online«, »Fontal21/ZDF«].
Dort fristen sie ihr Dasein ohne fließendes Wasser und mit Eimern als WC.
Einer der dortigen Armutsrentner ist der 84-jährige Johann Schulz. Obwohl er sein leben lang als Schlosser gearbeitet hat, erhält er zusammen mit dem Grundsicherungszuschuss nur 632 Euro Rente. Für eine Wohnung in der Gegend oder in der nahen Stadt Westerburg reicht das nicht. Mittlerweile lebt er schon seit 20 Jahren für rund 250 Euro monatlich im Wohnwagen.
Alleine ist er nicht: Rund 30 andere Bürger wohnen auf dem Campingplatz, weil sie keine bezahlbare Wohnung finden.
Angela Merkel spricht immer von einem Deutschland, in dem wir gut und gerne leben. Sie meint, es ginge uns noch nie so gut wie heute. Wenn man bedenkt, dass die Zahl der Wohnungslosen auf mittlerweile mehr als 1,2 Millionen gestiegen ist, dann muss man schon zur Nachkriegszeit und zur Weimarer Republik zurückgehen, um ähnliche Verhältnisse zu finden.
Siehe zum Thema Armut, Miete und Wohnungsnot auch folgende Artikel:
»Berlin: 40-Stunden-Woche und trotzdem obdachlos«
»Max der Müllmann muss im Obdachlosenheim leben«
»Mietwucher in Berlin: Mietsteigerung um 200 Prozent?«


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