Es sind schlicht zu viele Alltagskosten, die steigen: Miete, Nebenkosten, Strom, Heizung, Benzin/Diesel, Haushaltswaren und Gebühren für alltägliche Serviceleistungen. Am Ende sind es aber vor allem die Lebensmittel im Supermarkt, die für viele Menschen den Ausschlag geben: An der Kasse folgt immer öfter das böse Erwachen. Gerade bei den Lebensmitteln schlägt die Inflation seit über einem Jahr besonders zu.
Die Folge: Immer mehr Menschen müssen sparen. Vollwertige Mahlzeiten gibt es für viele Bürger nur noch alle zwei Tage. Dazwischen wird sich mit Billigprodukten über Wasser gehalten.
Betroffen sind bereits rund 10 Millionen Menschen im Lande [siehe Bericht »ZDF«]. Viele davon sind kinderreiche Familien und vor allem Alleinerziehende.
Im Alltag bedeutet dies, dass vollwertige Mahlzeiten mit Fleisch, Geflügel, Fisch oder vegetarischer Vollwertkost nur jeden zweiten Tag gegessen werden kann. Dazwischen wird mit billigen Sachen überbrückt. Das heißt zum Beispiel: Nudeln mit Ketschup oder Dosenfutter.
Dass man mal schwierige Zeiten mit Billigessen überbrücken muss, hat fast jeder von uns schon einmal erlebt. Doch wenn solche Zustände sich gerade für Familien oder Alleinerziehende mit Kindern dauerhaft verfestigen, wird es kritisch. Und vor allem ist es ein Gradmesser für den sinkenden Wohlstand in Deutschland.
Der »Wohlstand des Weniger«, wie ihn die grüne Politikerin Katrin Göring-Eckardt predigte, wird so zu einer bösen Wirklichkeit. Vor allem, weil Deutschlands Wohlstand immer mehr zu einem »Wohlstand der Wenigen« wird, die sich auch in dieser schwierigen Zeit immer noch die teuersten Restaurant-Besucher leisten können.


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