Kostendruck trifft die Belegschaft: Mercedes-Benz spart bei den Löhnen der Arbeiter

Wirtschaftsnot zwingt Mercedes zum Sparkurs: Mehrarbeit ohne Lohnausgleich

Der Stuttgarter Autobauer dämpft Lohnsteigerungen und kürzt Zusatzleistungen, um die Profitabilität zu steigern. Ein weiteres Signal für den Druck auf den Industriestandort Deutschland.

Mercedes


Mercedes-Benz hat sich mit dem Gesamtbetriebsrat auf ein umfangreiches Sparpaket geeinigt. Kernpunkt ist die nur hälftige Anrechnung der Tariferhöhungen aus dem Metalltarifvertrag. Statt der vollen Steigerungen erhalten die Beschäftigten einen deutlich geringeren Zuwachs, da Teile von übertariflichen Zulagen abgezogen werden. Zudem fallen künftig bestimmte Prämien und Zuwendungen geringer aus.

Weniger Geld trotz harter Arbeit

Die Maßnahmen betreffen rund 91.000 Mitarbeiter in Deutschland. Neben gedämpften Lohnsteigerungen werden die Ergebnisbeteiligung reduziert und weitere Vergütungsbestandteile eingeschränkt. Produktionsmitarbeiter bleiben zwar von betriebsbedingten Kündigungen verschont, doch der reale Lohnzuwachs schrumpft spürbar. Im Gegenzug wurde die Beschäftigungssicherung bis 2034 verlängert.

Teil einer größeren Sparwelle

Das Programm dient dem Ziel, die Produktionskosten bis 2027 um zehn Prozent zu senken. Freiwillige Aufhebungsverträge in der Verwaltung und mehr Zeitarbeit in der Produktion ergänzen die Einsparungen bei den festen Löhnen. Mercedes reagiert damit auf sinkende Gewinne, harten Wettbewerb aus China und hohe Standortkosten in Deutschland.

Deindustrialisierung schreitet voran

Während VW Werke auslaufen lässt, greift nun auch Mercedes bei den Löhnen an. Hohe Energiekosten, Bürokratie und globale Konkurrenz zwingen die Konzerne zu solchen Schritten. Die reale Wertschöpfung in Deutschland wird teurer, die Arbeitnehmer tragen die Last. Statt Rahmenbedingungen zu verbessern, die Industrie stärken, spart die Wirtschaft an den eigenen Leistungsträgern. Dies schwächt langfristig den gesamten Standort und gefährdet den Wohlstand, der auf gut bezahlten Industriearbeitsplätzen basiert.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Kommentare

Tja, die Unvernunft der SPD-nahen Gewerkschaften, die Bequemlichkeit der Unternehmerverbände bei Tarifverhandlungen oft viel zu schnell nachgegeben zu haben, die stets überproportionalen Lohnerhöhungen für Niedrigverdiener (x Prozent Lohnerhöhung  + y Festbetrag für Alle) gepaart mit schrankenloser Ausgabewut der Politik, Zigmilliarden EURO für die Ukraine, die uns nichts, aber auch gar nichts angeht, haben dazu geführt, daß wir jetzt am Poller angekommen sind und die Zeit der alljährlich schönen Lohnsteigerungen endgültig vorbei ist.

Mir zum Beispiel würde es nichts ausmachen, wenn es die Rentenerhöhung nur alle zwei Jahre gäbe anstatt jährlich, aber nur unter der Bedingung, daß das eingesparte Geld strikt zur Schuldentilgung verwendet würde und sämtliche Zahlungen an die korrupte und ebenfalls bankrotte Ukraine aufhörten.

Mercedes ist schon seit Jahren dafür bekannt, seine Arbeitnehmer auszubeuten.

Schauen Sie bitte dazu:

Daimler - Hungerlöhne am Fließband

Der Ursprung: Die ARD/SWR-Reportage (2013)

Die Vorwürfe: Ein Reporter arbeitete verdeckt bei einer Logistik- und Leiharbeitsfirma im Stuttgarter Daimler-Werk. Er erhielt einen Stundenlohn von 8,19 Euro. [1, 2, 3, 4]

Das Problem: Bei gleicher Arbeit erhielten fest angestellte Daimler-Mitarbeiter oftmals mehr als das Doppelte (ca. 17,78 Euro/Stunde). Kritiker prangerten an, dass Leiharbeiter von ihrem Lohn kaum leben konnten und ihr Gehalt mit staatlichen Leistungen aufstocken mussten. [1, 2]

Die Reaktion: Der Autobauer wehrte sich gegen die Berichterstattung. Es folgten juristische Auseinandersetzungen, in denen Daimler versuchte, die Ausstrahlung des Films zu stoppen, der Bundesgerichtshof (BGH) wies die Beschwerden des Konzerns jedoch letztinstanzlich ab. [1, 2]

Hier der Link zu der Dokumentation:

https://www.youtube.com/watch?v=y6bdEzhjJ5k

Heute soll es dort auch nicht viel anders sein. Versucht der Betriebsrat, etwas zu sagen, droht Daimer damit, das Werk/die Werke zu schließen und ins Ausland zu gehen.

Die deutschen Verbrenner-Autos waren einmal an der Spitze, was Qualität anbelangt, wurden aber schon lange von den Japanern und anderen überholt. Die deutschen Autobauer haben den Wandel der Zeit verschlafen. Elektrofahrzeuge sind nicht die Zukunft. Sie werden zu einer immensen Elektrosmog-Belastung werden. Genau so Windräder. Für jedes Windrad sollten 1000 Bäume gepflanzt werden, vorallem in den Innenstädten.

Ich kann mir gut vorstellen, daß es Leute gibt, die das alles als ihren Erfolg verbuchen.

Und auch Leute, denen es wichtiger war und ist, nicht bei diesen Leuten in Ungnade zu fallen, als sich mutig für das Wohl unseres Landes einzusetzen ...

Jürgen kurt wenzel

27.06.2026 | 21:12

O weh ! was kommt da auf uns zu??Mercedes und Alle wie sie wahren die sich an Krieg , Tränen und Not gütlich getan und voll gefressen hatten , haben !! Mercedes an Alten und neuen Standorten ! Zu letzt Weltkrieg 2 ! Nun wieder der Stern ,seit der Neugründung und ( mit)Nazigeld in Argentinien ,zu Land ,zu Wasser und Luft auf Rüstungskurs !!! Letzen Monat noch mal Gaby Weber in Leipzig an der Aufklärung gescheitert !!Tja damals Eichmann enttarnt und Fritz Bauer Tod in einer Badewanne ……! War da nicht mal was ,mit Barschel und CDU und den Rattenlinien in Schleswig Holstein und der ewige Krieg und das verdammte Geschrei von „unsere Demokratie“ !! Ja DIE Pest war nie weg!! Die Welt ist wohl auf dem letzen Weg und wird von der Pest regiert …….!Noch mal Johann Walter!???Hier hilft nur Gottes Krieg und unser Untergang !!!
 

Ekkehardt Fritz Beyer

28.06.2026 | 08:36

... „Das Programm dient dem Ziel, die Produktionskosten bis 2027 um zehn Prozent zu senken. Freiwillige Aufhebungsverträge in der Verwaltung und mehr Zeitarbeit in der Produktion ergänzen die Einsparungen bei den festen Löhnen. Mercedes reagiert damit auf sinkende Gewinne, harten Wettbewerb aus China und hohe Standortkosten in Deutschland.“ ...

Weil die Fehlentscheidungen von Oben sonst den Lebensstandard von Vorständen und Aktionären gefährden, während die AfD - immer stärker werdend - die Altparteien unter Führung der Koalition zu Verzweiflung bringt? https://www.youtube.com/watch?v=mA1OIRaVTNI 

Ja mei: „Was gab es im Sozialismus bevor die Kerzen kamen? „Elektrizität“!!! https://www.youtube.com/watch?v=ug52RJXwhEA

In China erkannte man dies längst!!!!!!! https://uncutnews.ch/thermodynamische-pruefung-chinas-im-vergleich-zu-den-usa-und-die-messung-des-zivilisatorischen-rangs-im-21-jahrhundert/

Chef von Trigema sagte, Politik kann nur tun, was Wirtschaft will. Wirtschaft hat eigene Konkurrenz in China geschaffen, nun sammeln sie ihre Pfründe hier ein. Reduzieren die Löhne, gehen in USA die Dieselsparte ausbauen. Und Gewerkschaft, ist international, gefällt das. Bleibt für Linke hier, der Arbeiter und Gurkenstaat.....Zeit für AfD.......

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.