China übernimmt die Kontrolle des Handels: Europa schaut zu

Wirtschaftlicher Ausverkauf_ China besetzt strategisch wichtige Punkte in Europa

China kauft sich Schritt für Schritt in die Häfen Europas ein. Der griechische Hafen Piräus ist schon fest in chinesischer Hand. Auch beim Binnenverkehr übernimmt China eine immer größere Rolle. Der Duisburger Hafen ist beispielsweise zu einem Hauptumschlagplatz für Güter aus China geworden, die mit dem Zug durch Russland ankommen.

Rund um den Globus kauft sich China in strategisch wichtige Häfen ein — oder kauft wichtige Häfen gleich ganz auf. Für das Jahrtausend-Projekt der »Neuen Seidenstraße« hat China mehrerer Routen, die Asien mit Europa wirtschaftlich verbinden. Eine Route führt über das Meer: vom Gelben Meer und Südchinesischen Meer geht es vorbei an Singapur und der Straße von Malakka in den Golf von Bengalen, vorbei an Indien und Sri Lanka bis zum Arabischen Meer und zum Roten Meer, von dort durch den Suezkanal ins Mittelmeer nach Europa.

In Sri Lanka hat China einen riesigen Hafen gebaut. Weil die Regierung von Sri Lanka die dafür notwendigen Kredite nicht zurückzahlen kann, musste der Inselstaat den Hafen für 99 Jahre an China abtreten, ganz so, wie es einst Großbritannien mit Hongkong gemacht hatte.

In Dschibuti am Horn von Afrika hat China seine erste ausländische Militärbasis errichtet, um den Zugang zum Roten Meer zu sichern.

In Europa hat China sich in gleich mehrere Häfen eingekauft. Betroffen sind der niederländische Hafen Rotterdam, die belgischen Häfen Antwerpen und Zeebrugge, die französischen Häfen Dünkirchen, Le Havre, Saint Nazaire, Marseille-Fos, die spanischen Häfen Bilbao und Valencia, der italienische Hafen Vado Ligure und der große Hafen von Malta. Besonders fest in chinesischer Hand ist inzwischen der größte Hafen in Griechenland: Piräus. Auch in den Hafen von Thessaloniki haben sich die Chinesen eingekauft.

Damit ist klar: China will die Import- und Exportwirtschaft in Europa kontrollieren und sicherstellen, dass der Warenverkehr zwischen Europa und China reibungslos abläuft. Im griechischen Piräus haben die Chinesen schon völlig das Sagen, ganz so, als sei dies ein Hoheitsgebiet Chinas.

Aber es sind nicht nur die Häfen der Seeschifffahrt. Auch im Güterverkehr per Eisenbahn und in der Binnenschifffahrt gewinnen die Chinesen an Einfluss. Der Duisburger Hafen ist beispielsweise zu einem Hauptumschlagplatz für Güter aus China geworden, die mit dem Zug durch Russland ankommen.

Sven von Storch

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