In einer Krise wie der globalen Coronavirus-Pandemie sind Millionen Unternehmen, kleine und mittelständische Betriebe, Familienunternehmen und Soloselbständige in ihrer Existenz bedroht. Sie wissen, ob und wie viel staatliche Hilfen sie erhalten, wie lange die Krise andauern wird, wie sie die Zeit überstehen. Am Ende droht die Pleitewelle, die in Asien ihren Ausgangspunkt genommen hat, um die Welt zu gehen. Sie folgt dem Virus auf Schritt und Tritt.
Dies ist die Zeit der »feindliche Übernahmen«. Große Unternehmen schlucke ihre kleinere Konkurrenz, Aktienkäufer nutzen die Not und Unsicherheit in der Bevölkerung und in den Unternehmen auf, um sich Anteile zu sichern oder Firmen ganz zu übernehmen. Doch vor allem für den chinesischen Staatskapitalismus ergibt sich nun die Chance, die Schwäche der Europäer auszunutzen und auf große Einkaufstour zu gehen, und sich weitere Teile der europäischen Wirtschaft und des europäischen Knowhows zu sichern.
»Feindliche Übernahmen« werden reihenweise zu erwarten sein. Das ist gerade für Deutschland bedrohlich, denn die kleinen und mittelständischen Betriebe und Familienunternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft.
Aber auch die großen Konzerne sind betroffen. Schon nutzen chinesische Großaktionäre von Daimler den Kursverfall des Autokonzerns, um ihre Beteiligung auszubauen, wie das »Manager Magazin« in der neuen Ausgabe berichtet.


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