China holt auf

Wie lange bleibt Deutschland noch führend in der Auto-Industrie_

Die Automobil-Industrie ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Wenn es ihr schlecht geht, geht es Deutschland schlecht. Doch wie lange können deutsche Konzerne noch gegen die Konkurrenz aus Asien mithalten?

Freie Welt

Wenn es eine Industrie in Deutschland gibt, die noch weltweit führend ist und das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft bildet, dann ist es die Automobil-Industrie. Nicht nur, dass sie Hunderttausenden von Arbeitnehmern relativ gute Löhne zahlt und somit auch den Binnenmarkt ankurbelt, sie hält auch einen riesigen Sektor der Zuliefererindustrie am Leben.

Um den asiatischen Markt zu erschließen, haben Konzerne wie Volkswagen schon vor Jahrzehnten Joint Ventures mit chinesischen Automarken gebildet und Fabriken in Orten wie Changchun (China, Jilin-Provinz) aufgebaut, die mittlerweile nach internationalen Standards hoch effizient Autos in großen Massen produzieren.

Das Problem: Die Chinesen werden immer eigenständiger, innovativer und zielsicherer in ihrer Autoproduktion. Experten gehen mittlerweile davon aus, dass China bald zur Auto-Supermacht wird (siehe ausführlichen Bericht im manager-magazin). China hat den weltweit größten Auto-Wachstums-Markt. Und dieser ist unter Kontrolle der dort heimischen Unternehmen. Hinzu kommt die Tatsache, das chinesische Investoren zu großen Finanzspritzen bereit sind, um die Konzerne voran zu bringen.

Die Frage, die sich langfristig stellt: Welche Alternativen hat Deutschland, wenn dessen Automobil-Industrie nicht mehr stark genug ist, die deutsche Wirtschaft zu stützen?

 

 

Sven von Storch

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