Massiver Stellenabbau: Zeichen einer neuen Krise?

Weniger Jobs in der Autoindustrie_ Allein Ford will 12.000 Stellen in Europa streichen

Ford will 12.000 Stellen in Europa abbauen und sechs Werke schließen. Das Engagement in Europa soll komplett überdacht werden. Auch andere Autobauer rechnen mit Stellenabbau in Europa.

Es geht bergab. Das Rückgrat der deutschen und europäischen Industrienationen, die Automobilindustrie, kündigt nach und nach immer neuen Stellenabbau an.

Der US-amerikanische Automobilkonzern Ford hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, in Europa sechs Werke zu schließen und rund 12.000 Stellen abzubauen [siehe Berichte »Weser-Kurier«, »Focus-Online«]. Der Europa-Markt sei für den Konzern unprofitabel. Allein in Köln sollen rund 3.800 Jobs wegfallen [siehe Bericht »Kölner Stadt-Anzeiger«].

Die 12.000 Stellen werden nur der Anfang sein. Nach Aussagen des Ford-Deutschland-Chefs Gunnar Herrmann sei dies nur »die erste Ebene, um eine Minimum-Profitabilität sicherzustellen und schwarze Zahlen zu schreiben - und über die Jahre wird es sicherlich zu weiteren Veränderungen kommen«.

Der Ford-Konzern hat seit 1925 ein Standbein in Deutschland. Anfangs wurden die Fahrzeuge in Berlin-Moabit gebaut. Seit 1929 wurde hauptsächlich in Köln-Niehl produziert. Das Werk dort wurde zum Stammsitz für Ford in Europa. Doch jetzt sei Europa für den Autokonzern »ein schwieriges Umfeld« geworden.

Ford ist nicht der einzige Autokonzern, der in Europa Stellen streichen wird. Volkswagen hatte schon im Frühjahr massiven Stellenabbau angekündigt [siehe Bericht »MDR«]. Auch bei Daimler denkt man darüber nach, Stellen abzubauen [»Focus-Online«].

Sven von Storch

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