Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, erklärte, die Hälfte aller Non-Food-Läden sei in ihrer Existenz bedroht [siehe Bericht »B.Z.«]. Weil die Insolvenzanzeige bis Ende September verlänger wurde, sei das Problem nur aufgeschoben, werde sich aber im Herbst deutlich zeigen.
Deutschlandweit könnten bis zu 50.000 Geschäfte des Einzelhandels schließen, schätzt der Verband. Schon jetzt sehe man in vielen Geschäften Schilder des Räumungsverkaufs.
Das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) warnt: »Die Innenstädte haben es mit einem dreifachen Tsunami zu tun: dem Strukturwandel im Einzelhandel, der Digitalisierung und der Corona-Pandemie. Zusammen ist das für den Handel eine Herausforderung, wie er sie vielleicht noch nie erlebt hat.« [siehe Bericht »Chip«]
Auch große Handelsketten wie Galeria-Kaufhof sind betroffen. Das Bild der Innenstädte wird sich massiv verändern. Die Krise wird langfristige Narben im Stadtbild und Lücken in den Kassen der Kommunen hinterlassen.


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