Wie »Focus« berichtete, hat das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) errechnet, dass es im Jahr 2022 für mehr als 630.000 offene Stellen rechnerisch keinen passend qualifizierten Arbeitslosen gab. Das sei ein Rekordwert, heißt es.
Ein Rekordwert ist es auch, dass 2,5 Millionen Menschen im Alter von 24 bis 30 Jahren über keinen Berufsabschluss verfügen. Und jedes Jahr verlassen rund 50.000 Jugendliche ohne Abschluss die Schule. Auf diese Weise wird es immer schwieriger, die Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Ein Thema lassen die Medien bei dieser Problematik allerdings beflissen aus: Wie hoch ist der Anteil mit Migrationshintergrund? Wie viele können nicht ausreichend Deutsch sprechen und schreiben? Welche Gruppen sind von dem Phänomen, keinen Schul- und/oder keinen Berufsabschluss zu haben, besonders betroffen?
In Ländern wie Kanada und Australien stellt sich dieses Problem weniger, weil dort bei der Zuwanderung auf die berufliche Ausbildung des Einwanderers geachtet wird. Man möchte Fachkräfte und Menschen mit hohen Bildungsvoraussetzungen im Land aufnehmen. In Deutschland sieht das anders aus: Dort werden Menschen nach ihrer Bedürftigkeit aufgenommen, nicht nach ihren Qualifikationen. Dennoch wird den Bürgern suggeriert, der Fachkräftemangel sei ein Grund, weshalb Deutschland Immigration brauche.


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