Die Europäische Zentralbank (EZB) unter Christine Lagarde hat sich vor einer Zinswende lange gedrückt. Jetzt wurde angekündigt, dass sie komme. Doch sie fällt mager aus. Für den Juli sind lediglich 0,25 Prozent anvisiert.
Da ist es gleich doppelt erstaunlich, dass die EZB gleichzeitig von einer länger andauernden Inflation ausgeht. Die Experten der EZB rechnen für 2022 mit einer Jahresdurchschnitts-Inflation im Euro-Raum von 6,8 Prozent [siehe Bericht »n-tv«]. Das ist enorm. Noch im März war man von einer Jahresdurchschnitts-Inflation in Höhe von 5,1 Prozent im Euro-Raum ausgegangen.
Lagarde dämpfte Hoffnungen, dass die Zinsende einen deutlichen Einfluss auf die Inflation haben werde. Das sei vielmehr ein kleiner Anfang, gibt sie selbst zu. Nun denn, Lagarde kann ja warten. Denn diese Frau ist reich. Die Mehrheit der normalen Europäer muss zusehen, wie sie durch die Inflation kommt, ohne großen finanziellen Schaden zu nehmen.
[Anm. d. Redaktion: Ursprünglich hatten wie aus Versehen 2,5 % statt 0,25% geschrieben. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen. Danke.]


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