Deutschland ist kein Wachstumsmotor mehr in Europa. Von den EU-Staaten hat nur Italien zurzeit ein niedrigeres Wachstum als Merkel-Deutschland. Das Land zwischen Rhein und Oder dümpelt wirtschaftlich wie ein lahmer Kahn vor sich hin. Es kommt nicht in Schwung. Dabei ist es mitnichten so, als hätten die Deutschen, pro Kopf gesehen, ein so hohes Produktivitätsniveau und einen so hohen Lebensstandard, dass man sich darauf ausruhen könnte.
Nur 0,5 Prozent: So lautet die aktuelle Wachstumsprognose für Deutschland. Das kann man schon Stagnation nennen. Polen kann auf stolze 4,2 Prozent blicken. Die Slowakei und Irland haben immerhin 3,8 Prozent Wachstum.
Aus der Sicht der anderen EU-Staaten und der EU-Kommission wird das einstige Wirtschaftswunderland langsam als Problemfall eingestuft [siehe Berichte »Welt-Online«, »Zeit-Online«]. EU-Währungskommissar Pierre Moscovici sieht allerdings auch Mitschuld der Brüsseler EU: Die Emissions-Normen haben der Automobilindustrie schwer zugesetzt. Und davon ist besonders Deutschland betroffen.
Sogar beim IWF sorgt man sich um Deutschland
Mit den Sorgen ist die EU nicht allein. Auch der IWF blickt besorgt auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Denn aus deren Sicht ist Deutschland nicht nur das Land mit der zweitniedrigsten Wachstumsrate in der EU, sondern unter ALLEN Industriestaaten.
Auch die EU insgesamt steht mit derzeit 1,2 Prozent Wachstum nicht gerade konkurrenzfähig aus, wenn man dies mit den USA oder China vergleicht.


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