Eine Zusammenfassung von Analysen im englisch-sprachigen Magazin »Politico« prognostiziert den wirtschaftlichen Untergang des Industriestandortes Deutschland [siehe auch Bericht der BILD-Zeitung].
Die Industriegebiete an Rhein und Ruhr könnten bald zu dem werden, was der »Rust Belt« für die USA ist: Eine Landschaft voller Industrieruinen, ein Schatten vergangener Blütezeiten.
Die aktuelle Rezession mit hoher Inflation sei »ein Vorbote einer grundlegenden Umkehrung der wirtschaftlichen Entwicklung, die ganz Europa zu erschüttern droht«.
Zu den Gründen gehöre ein »giftiger Cocktail« aus viel zu hohen Energiepreisen, Fachkräftemangel und einer überbordenden Bürokratie, die alles verkompliziere.
Ein großer Fehler sei es, sich auf die wirtschaftliche Grundstärke Deutschlands zu verlassen. Die Politik tue so, als sei die industrielle Kraft Deutschlands eine garantierte Grundvoraussetzung. Doch dem ist nicht so. Immer mehr mittelständische Unternehmen wollen aufgeben oder abwandern, immer mehr große Konzerne wollen Produktionskapazitäten (BASF, Siemens) ins Ausland verlagern.
Die aktuelle Krise sei demnach kein vorübergehendes Phänomen, sondern der Beginn eines langen Prozesses des Niedergangs. Und die Auswirkungen würden sich in ganz Europa bemerkbar machen.
Wenn die Beobachtungen stimmen, müssten eigentlich im Wirtschaftsministerium von Robert Habeck die Alarmglocken läuten. Es müsste sofort ein Programm geben, Deutschland wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
Aber bei den Grünen haben die Klimapolitik und die Energiewende Vorrang. Viele Vordenker der Grünen sprechen ja auch lieber vom »Grünen Schrumpfen« (wie die TAZ-Redakteurin Ulrike Herrmann) oder vom »Wohlstand des Weniger« (Katrin Göring Eckardt, siehe hierzu Kritik von Carsten Stahl).
Und so bewegt sich Deutschland immer weiter in die Abwärtsspirale...


Add new comment