Unsichere Weltmeere

Piraterie nimmt zu und schadet der Weltwirtschaft

Immer mehr Staaten in Afrika und Ostasien verlieren die Kontrolle über ihre Küsten. Die Piraterie hat räumlich und zahlenmäßig zugenommen. Erst kürzlich wurde wieder ein kompletter Supertanker entführt.

Freie Welt

Die meisten Menschen vergessen, dass die Globalisierung und der internationale Warenaustausch massiv von der Seefahrt abhängig ist. Weder Flugzeuge, Züge noch Lkws schaffen es, die riesigen Container-Schiffe zu ersetzen, die Amerika und Europa mit Waren aus Asien beliefern und uns das Erdöl aus dem Mittleren Osten bringen. Ohne die Schifffahrtsrouten würde der Welthandel zusammenbrechen.

Doch die Seefahrt hat nach wie vor das Problem der Piraterie nicht gelöst. Im Gegenteil: Es ist sogar schlimmer geworden. Beschränkte sich die von Piraten verseuchte Zone vornehmlich auf das Seegebiet vor Somalia und einige Zonen in Südostasien (zum Beispiel die Straße von Malakka), so sind mittlerweile ganze Seegebiete vor der Küste Ost- und Westafrikas nicht mehr sicher. Die gescheiterten Staaten dieser Regionen schaffen es nicht, den Menschen an der Küste ausreichend andere Lebenseinkommensmöglichkeiten zu verschaffen. Und sie schaffen es nicht, ihre Küsten ausreichend zu schützen. Auch in der Karibik und vor den Philippinen hat die Piraterie zugekommen.

Dasss auch große Schiffe nicht sicher sind, beweist ein neuer Vorfall in diesem Monat, bei dem ein Öltanker vor der somalischen Küste gekapert wurde.

 

 

Sven von Storch

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