Nach dem Zusammenfall des somalischen Staates wurde das Land am Horn von Afrika zum Nest für Piraten, die im östlichen Indischen Ozean die Schifffahrt unsicher machen. Verschiedene Staaten haben dort seit Jahren Kriegsschiffe im Einsatz, um der Handelsseefahrt sichere Fahrt zu ermöglichen. Denn die Schiffsroute durch das Rote Meer und den Suez-Kanal gehört zu den wichtigsten des Europa-Asien-Handels.
Auch in der Straße von Malakka zwischen Sumatra (Indonesien) und der Malaiischen Halbinsel (Malaysia) gibt es immer wieder Piraten-Überfälle. Hier verläuft die wichtige Seeroute von Ostasien über Singapur in den Indischen Ozean.
Mittlerweile ist die Piraterie jedoch zum globalen Phänomen geworden: Von der Sulusee und Celebes-See bei den Philippinen bis zur Karibik gibt es immer wieder Überfälle.
Jetzt ist sogar zunehmend die Westküste Afrikas betroffen. So wurde beispielsweise am letzten Samstag ein großes Container-Schiff einer Hamburger Reederei vor der Küste von Nigeria von Piraten gekapert. Die Crew wurde gekidnappt [siehe Bericht »Hamburger Morgenpost«].
Die wachsende Bedeutung der Exportwirtschaft und Container-Schifffahrt zwischen den Kontinenten, insbesondere zwischen Ostasien und Europa, wird zunehmend zur Angriffsfläche. In vielen verarmten Küstenregionen Afrikas, Lateinamerikas und Südasiens wächst die Verlockung, auf die vorbeifahrenden Schiffe zuzugreifen.


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