Gastronomie bricht schon wieder ein, Industrie leidet

Ökonomen rechnen mit Rezession im Winterhalbjahr

Die Corona-Maßnahmen und das vorsichtige Verhalten der Bürger haben zu einer neuen Krise der Gastronomie geführt. Ökonomen befürchten für den Winter eine Rezession, weil auch die anderen Wirtschaftszweige leiden.

Die Kombination aus 2G-Regel, Impfpflicht und sonstigen Corona-Maßnahmen in Verbindung mit Inflation und höheren Lebenshaltungskosten wird der Wirtschaft und besonders den Endverbrauchern, sprich: den Bürgern, stark zu schaffen machen.

Wie »T-Online« berichtete, ist beispielsweise die Zahl der Restaurantbesuche und Reservierungen wieder um fast die Hälfte zurückgegangen. Und es wird noch schlimmer kommen. Auch der Einzelhandel leidet, weil nur noch wenige Menschen in die Geschäfte kommen dürfen. Selbst wenn kein radikaler Lockdown beschlossen wird, reichen die anderen Maßnahmen aus, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen wie im letzten Winter beim damaligen Lockdown.

Der Commerzbank-Ökonom Marco Wagner erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: »Wir rechnen mit einer Rezession im Winterhalbjahr.« Und er fügt hinzu: »Das Bruttoinlandsprodukt dürfte sowohl im laufenden vierten Quartal als auch Anfang 2022 schrumpfen.«

Von der Industrie seien ebenfalls keine positiven Impulse zu erwarten, weil die Materialengpässe die Produktion drosseln. Auch der Handel kommt nur schleppend voran.

Sven von Storch

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