Lange Schlangen vor Handelshäusern

Neues Gesetz zur Bargeldobergrenze treibt Nachfrage nach Gold in die Höhe

Zum Kampf gegen das Bargeld gehört auch der Kampf gegen das Gold. Ab Januar tritt ein neues Gesetz in Kraft, das den Kauf von Gold mit Bargeld nur bis 2.000 Euro erlaubt. Die Folge: Sturm auf die Handelshäuser.

Krieg gegen das Bargeld, Kampf dem Gold, staatliches Maßnahmen gegen anonymes Kaufen und Verkaufen: Die Schlinge um die bürgerlichen Freiheiten zieht sich zu.

Bisher war der anonyme Ankauf von Gold mit Bargeld gesetzlich auf 10.000 Euro beschränkt. Dank eines neuen Gesetzes zur Bargeldobergrenze wird diese Grenze ab Januar auf 2.000 Euro herabgesetzt.

Die Folge: Viele Bürger versuchen noch im letzten Moment ihr Bargeld in Gold anzulegen. Denn auf dem Konto ist es womöglich Negativzinsen ausgesetzt. Überhaupt: Wie sicher ist eigentlich virtuelles Digitalgeld, das man zwar laut Computer hat, aber nicht real? Was passiert, wenn die Finanzinstitute die Negativzinsen-Spirale anziehen, weil der Euro oder das Klima oder die Weltwirtschaft gerettet werden muss oder weil sich Finanzhaie an der Wall Street verzockt haben?

An verschiedenen Handelshäusern haben sich in den letzten Tagen lange Schlangen gebildet und die Nachfrage-Listen sind rapide angewachsen [siehe Bericht »Welt«]. Die hohe Nachfrage betrifft sowohl Goldbarren als auch Goldmünzen.

Die Nachfrage nach dem Edelmetall war 2019 hoch, und man geht davon aus, dass insgesamt die Nachfrage steigen wird [siehe Bericht »Focus«]. Aber auch die Zentralbanken kaufen vermehrt Gold auf.

Unterdessen prüfen einige islamische Staaten, wie der Iran, Malaysia, die Türkei und Katar, inwieweit Gold als Zahlungsmittel genutzt werden kann, um sich vor zukünftigen wirtschaftlichen Sanktionen zu schützen. Das soll der malaysische Premierminister Mahathir Bin Mohamad verkündet haben [siehe Bericht »RT«].

Sven von Storch

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