Kurzarbeit, höhere Investitionen, Umstrukturierungen, Kündigungen

Krise trifft Automobilzulieferer

Die Krise der deutschen Automobilindustrie speziell aber auch des weltweiten Automarktes allgemein trifft nun auch die deutschen Autozulieferer-Betriebe. Der Markt steht vor tiefgreifenden Veränderungen.

Die deutschen Automobilkonzerne stecken in einer Krise. Dieselskandale, Fahrverbote, EU-Grenzwerte, Exporteinbrüche, Einbruch des Marktes in China, Drang auf den Elektromarkt, fehlende Unterstützung durch die Merkel-Regierung: Es gibt viel Probleme, die den deutschen Autobauern zu schaffen machen. Sie müssen sich fit machen für viele neue Technologien und für einen Wandel auf dem Markt.

Das trifft nun auch die Zulieferer. Oftmals wird vergessen: Die deutschen Auto-Konzerne sind nur die Zentren eines Netzwerkes aus Unternehmen und mittelständischen Betrieben, die zum Automobilbau beitragen.

Nun trifft die Krise der Automobilindustrie auch die Zulieferer [siehe Bericht »Börsen-Zeitung«]. Besonderes Problem: Der Wandel in der Automobilindustrie mit dem Wechsel von Verbrennungsmotoren zu mehr Elektromotoren bringt kaum größere Gewinn- und Marktchancen, ist aber extrem teuer und riskant. Das erzeugt einen hohen Kostendruck, den die Autokonzerne an die Zulieferer-Unternehmen weiterreichen. Diese reagieren besorgt. Betroffen sind viele Unternehmen wie zum Beispiel Bosch, Schaeffler, Conti und andere, die nun zu strengen Maßnahmen greifen müssen. So gibt es beispielsweise bei Schaeffler verstärkt Kurzarbeit [siehe Bericht »BR«]. Continental greift ebenfalls auf Kurzarbeit zurück und schließt Kündigungen nicht aus [siehe Bericht »Wirtschaftswoche«]

Sven von Storch

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