Chinas Wirtschaft setzte nach der Coronakrise wieder zum großen Sprung an. Doch aus dem Sprung des Tigers ist ein Bettvorleger geworden: von 18,3 Prozent Wachstum im ersten Quartal über 7,9 Prozent im zweiten QUartal zu nun 4,9 Prozent im dritten Quartal.
Hauptgrund sind die Ressourcenverknappungen. Die Strompreise schießen durch die Decke. Immer wieder kommt es in wichtigen Städten zu Stromausfällen. In den Fabriken und Werkshallen steht dann die Produktion still. Neben Erdöl und Erdgas ist in China auch die Steinkohle teuer und knapp geworden. Steinkohle ist gerade im Norden Chinas eine der wichtigsten Energiequellen.
Noch schlimmer trifft es aber Europa und Amerika. Dort sind die Wachstumsaussichten noch düsterer. In Großbritannien ist das Erdöl knapp, in Deutschland und Amerika schießen die Energiepreise in den Himmel. Das britische Wirtschaftsmagazin »The Economist« spricht schon von »Shortage Economy« (Mangelwirtschaft).
Experten befürchten, dass sich das Problem erst im Frühjahr auflösen kann. Denn im Winter wird zusätzliche Energie für die Heizsaison benötigt.


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