Rezession werde »schlimmer als die Finanzkrise«

IWF warnt_ Welt steht vor epochaler Wirtschaftskrise

Die weltweiten Corona-Maßnahmen haben die Weltwirtschaft in großen Teilen lahmgelegt. Die Auswirkungen werden massiv sein. Der Internationale Währungsfonds rechnet mit der schwersten globalen Rezession seit fast hundert Jahren.

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) steht die Welt vor der schwersten globalen Rezession seit fast hundert Jahren [siehe Berichte »n-tv«, »Tagesschau«]. Man erwarte die »schlimmste Rezession seit der Großen Depression«. Die kommende Finanzkrise werde »wesentlich schlimmer als die globale Finanzkrise von 2008 bis 2009«, heißt es seitens des IWF.

Die weltweite Wirtschaftsleistung werde um drei Prozent sinken. Für die USA sagt der IWF für dieses Jahr ein Schrumpfen des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 5,9 Prozent voraus. In Deutschland werde die Wirtschaft nach IWF-Einschätzungen im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent schrumpfen, in Italien sogar um 9,1 Prozent. Durchschnittlich werde die Wirtschaftsleistung in der Eurozone demnach um 7,5 Prozent schrumpfen, schlussfolgert der IWF.

Allerdings sei diese IWF-Prognose noch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, weil die Pandemie in ihrer Dynamik schwer eingeschätzt werden könne. Auch viele indirekte Folgen durch eventuelle soziale und politische Verwerfungen in einigen Ländern sind wohl vom IWF noch nicht einberechnet. Es besteht zudem die Gefahr, dass sich die Beziehungen zwischen bestimmten Staaten (wie z.B. zwischen den USA und China) aufgrund der Krise noch weiter verschlechtern könnten.

Sven von Storch

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