Der IWF meint, es werde weltweit zu viel gespart. Die Bürger sollten das Geld schneller ausgeben. So soll die Konjunktur angekurbelt werden. Denn momentan blühen zwar das Geschäft mit den Finanzeinlagen, weil alle, die Geld haben, dieses sicher anlegen wollen. Doch insgesamt geht es mit der Konjunktur bergab. Um das Sparen unattraktiv zu machen, sind seitens der EZB längst Nullzinsen eingeführt worden. Doch die Bürger wollen auf das Sparen nicht verzichten, weil die Zukunft so ungewiss ist. Wer nichts auf der sprichwörtlichen hohen Kante hat, ist im Ernstfall von Almosen des Staates abhängig. Und jeder weiß: Unsere Sozialsysteme sind am Rande ihrer Kapazität.
Das Gespenst der Rezessions-Furcht geht um. Der IWF schlägt vor, dass notfalls nicht nur Nullzinsen, sondern sogar Minuszinsen (bis zu 3 Prozent) angedacht werden sollen. Zumindest in besonders betroffenen Staaten. Doch wenn das Ersparte auf dem Bankkonto schmilzt, würden die Bürger ihr Geld schnell vom Konto abheben und gegebenenfalls zu Hause horten. Das wäre für die Banken und die Konjunktur um so schlechter.
Also will man den Bargeldverkehr reduzieren. Hier scheinen alle Mittel recht zu sein. Der IWF geht dabei sogar so weit, zu fordern, dass Kunden in Supermärkten und Geschäften unterschiedliche Preise zahlen sollen, je nachdem, ob sie mit Bargeld oder elektronisch (Kreditkarte, Smartphone, etc.) zahlen. Außerdem sind Strafzinsen auf Bargeld angedacht.
Überall wird bereits Werbung für bargeldloses Bezahlen gemacht. In China ist es bereits in den Großen Städten gang und gäbe, mit dem Handy zu bezahlen. In Indien wurde ebenfalls das Bargeld reduziert. In den USA blüht das Kreditkartengeschäft und in Skandinavien ist Bargeldverkehr bereits auf ein Minimum reduziert.


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