Der Iran hat viele Migranten und Flüchtlinge aus Afghanistan im Lande. Die meisten sind eigenständig, oft unbemerkt, über die Grenze gekommen.
1,2 Millionen Flüchtlinge in sechs Monaten abgeschoben
Wie »n-tv« berichtet, hat der Iran in den letzten sechs Monaten etwa 1,2 Millionen afghanische Flüchtlinge abgeschoben.
Laut dem iranischen Innenminister Eskandar Momeni sollen bis März 2026 weitere 800.000 Afghanen das Land verlassen, insgesamt also zwei Millionen der sechs Millionen Afghanen im Iran.
Abgeschoben werden Afghanen ohne Aufenthaltsstatus
Die Abschiebung erfolge rechtlich gegen Ausländer ohne Aufenthaltsstatus und sei nicht fremdenfeindlich motiviert, so Momeni. Gründe für die Abschiebung sind die schwere Wirtschaftskrise im Iran, verursacht durch Sanktionen im Atomstreit, sowie hohe Arbeitslosigkeit.
Seit 2023 drängt der Iran auf die Rückkehr illegaler afghanischer Migranten
Afghanische Flüchtlinge, oft als billige Arbeitskräfte in Metropolen tätig, überqueren aufgrund von Konflikten, Armut und Arbeitslosigkeit in Afghanistan die Grenze illegal. Seit 2023 zwingen Iran und Pakistan Millionen Afghanen zur Rückkehr. Laut UNHCR könnten bis Ende 2025 bis zu drei Millionen Menschen nach Afghanistan zurückkehren.
Millionen Afghanen im Ausland
Im Jahr 2023 waren weltweit etwa 6,4 Millionen afghanische Flüchtlinge registriert, laut Statista, wobei die tatsächliche Zahl inklusive nicht registrierter Migranten deutlich höher sein könnte. Ende 2022 meldete UNHCR 5,7 Millionen afghanische Flüchtlinge und Asylbewerber, die drittgrößte Flüchtlingsgruppe nach Syrern und Ukrainern. Die meisten leben in Iran (ca. 3,4 Millionen) und Pakistan (ca. 1,7 Millionen).


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