»Der Industriestandort Deutschland hat dramatisch an Qualität verloren«

Internationale Studie_ Deutschland immer weniger wettbewerbsfähig

Bei einer internationalen Studie zum »Länderindex Familienunternehmen« ist Deutschland bei 21 Vergleichsländern auf Platz 18 abgerutscht. Die Gründe: zu viel Bürokratie, zu hohe Steuern, kaum Innovationen, Arbeitskräftemangel, zu hohe Energiekosten.

»Der Industriestandort Deutschland hat dramatisch an Qualität verloren« — so kommentierte Rainer Kirchdörfer, der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, die Lage. Und die Forscher um den ZEW-Ökonomen Friedrich Heimann resümieren: Der »Befund zur Position Deutschlands bietet erheblichen Anlass zur Sorge«.

Was ist der aktuelle Anlass? Im Standort-Ranking für 2022, das vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen erstellt wurde, ist Deutschland auf Platz 18 von 21 untersuchten Industrieländern abgerutscht [siehe Berichte »Focus-Online«, »GMX«].

Die Gründe? Sie sind offensichtlich:

- zu viel Bürokratie

- zu hohe Steuern und Abgaben

- zu wenig Innovationsbereitschaft

- Arbeitskräftemangel

- zu hohe Energiekosten.

Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Alice Weidel:

»Das ZEW-Standortranking ist ein weiterer alarmierender Warnruf. Hohe Energiekosten und Steuern, wuchernde Bürokratie, marode Infrastruktur und ein eklatantes Missverhältnis von Arbeitskosten und Produktivität kosten Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit und zerstören die Grundlagen des Wohlstands in unserem Land. Die Mühlsteine, die die Politik der deutschen Wirtschaft und vor allem dem deutschen Mittelstand um den Hals hängt, schicken Deutschland auf Absteigerkurs.

Kein westliches Land hat in den letzten Jahren so rasant an Wettbewerbsfähigkeit verloren wie Deutschland. Die Fakten widerlegen die realitätsferne Gesundbeterei und Selbstbelobigung der Bundesregierung. Es wird immer klarer, dass insbesondere die teure und bürokratische deutsche Geisterfahrt in der Energiepolitik ein Schnellfahrschein in den Niedergang ist. Der wachsende Vorsprung Nordamerikas und der Schweiz belegt zudem, dass auch auf EU-Ebene eine Kurskorrektur dringend erforderlich ist.

Einen Spitzenplatz im internationalen Wettbewerb wird Deutschland nicht mit planwirtschaftlichen Durchhalteparolen zurückerobern, sondern nur mit durchgreifenden Reformen: Niedrigere Steuern, Rücknahme der desaströsen ›Energiewende‹, Beendigung der ›Klima‹-Planwirtschaft, Unterbindung von Migration in die Sozialsysteme, Abbau bürokratischer Hürden und Rückkehr zu marktwirtschaftlich orientierter Ordnungspolitik. Ein ›Weiter so‹ können wir uns nicht länger leisten.«

Sven von Storch

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