Zum Ende des Jahres droht Pleitewelle wegen Corona-Maßnahmen

Insolvenzwelle im Einzelhandel von nie gekanntem Ausmaß

Unternehmensberater befürchten spätestens zum Ende des Jahres eine große Pleitewelle. Rund ein Drittel aller Unternehmen des Einzelhandels könnten aufgeben. Auch der Gastronomie drohen finstere Zeiten. Die Innenstädte werden sich verändern.

Unsere Innenstädte sind geprägt durch ein buntes Gemisch aus Fachgeschäften, Mode-Boutiquen, Kaufhäusern und Restaurants. Doch zum Ende des Jahres könnte sich vielerorts das Stadtbild drastisch ändern. Viele Geschäfte sind durch die Corona-Maßnahmen in ihrer Existenz gefährdet.

Im »Handelsblatt« beschreibt der Unternehmensberater Klaus Harnack ein düsteres Szenario. Er erwarte spätestens bis zum Ende des Jahres eine »Insolvenzwelle im Einzelhandel von nie gekanntem Ausmaß«. Rund ein Drittel der Geschäfte könnten verschwinden. Das betreffe nicht nur kleine Läden. Auch große Kaufhausketten seien in ihrer Existenz bedroht.

Die Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie würden einen Trend bestärken, nämlich die Hinwendung zum Online-Handel. Dieser Prozess würde sich beschleunigen. Entsprechend groß würden die Folgen für den Einzelhandel und somit auch für die Gemeinden und Städte sein.

Die Mode-Branche trifft es besonders hart. Vielen Geschäften droht das Aus. Sie würden auf massenhaft Waren sitzen bleiben. Davon können sich nur wenige Geschäfte erholen [siehe Bericht »n-tv«].

Auch die Gastronomie ist stark betroffen. »Wir werden eine Insolvenzwelle in der Gastronomie erleben. Vor allem die kleinen Gastronomen wird es treffen, die in der Regel keine Rücklagen haben«, erklärte der Unternehmer und Franchisegeber Hermann Weiffenbach gegenüber dem »Handelsblatt«.

Sven von Storch

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