Bis zu einer Billion Euro Sonderschulden: Bürger werden Gürtel enger schnallen

Inflation wird die Folge sein_ Merz zwingt Deutsche zur gigantischen Massenverschuldung

Bis zu einer Billion Euro Sonderschulden: Bürger werden Gürtel enger schnallen. Es drohen Inflation, höhere Bau- und Wohnkosten, höhere Lebenshaltungskosten.

Freie Welt

Deutschland steht vor einer gewaltigen Veränderung, die uns Deutsche für Generationen belasten wird:

Die Albanien-Koalition aus CDU/CSU und SPD plant unter Friedrich Merz, durch zusätzliche Schulden Hunderte Milliarden Euro in Verteidigung und Infrastruktur zu pumpen.

Es ist von gewaltigen Summen bis zu einer Billion Euro an »Sondervermögen« – also Sonderverschuldungen – die Rede. Das Geld soll über Anleihen hereinkommen.

Das wird auch den Alltag der Menschen spürbar beeinflussen. Denn diese Pläne haben ihren Preis. Und der wird immer deutlicher.

Nachdem Union und SPD sich auf ein milliardenschweres Finanzpaket geeinigt und die Schuldenbremse gelockert haben, gerät der Anleihemarkt in Bewegung. Kaum waren die Vorhaben der schwarz-roten Koalition bekannt, schoss die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe über Nacht um 20 Basispunkte in die Höhe – ein großer Sprung für den sonst eher gemächlichen Rentenmarkt. Das heißt: Deutschland muss jetzt tiefer in die Tasche greifen, um seine Schulden zu finanzieren.

Marktbeobachter wie Arthur Brunner von der ICF Bank sehen darin einen Trend: »Die Sorgen vor einem Schuldenberg für Rüstung treiben die Renditen europäischer Anleihen hoch.« Deutschland häuft Schulden an, die irgendwann zurückgezahlt werden müssen.

Aber wer soll diese neuen Staatsanleihen eigentlich kaufen?


Andere Länder könnten nachziehen und ebenfalls Anleihen für Rüstung ausgeben – die EU plant allein für 2025 Anleihen über 150 Milliarden Euro. US-Anleihen locken dagegen mit höheren Zinsen und einem starken US-Dollar. Dennoch glaubt Brunner: »Käufer gibt’s immer – Staatsfonds wie Singapur, Versicherer oder Banken« [siehe Bericht »Tagesschau.de«]. Allerdings wird es für Deutschland teurer, denn die Zinsen steigen.

Finanzexperte Friedrich Heinemann vom ZEW warnt sogar: »Bis 2034 könnte Deutschlands Schuldenquote die 100-Prozent-Marke knacken.« Das Land, bisher mit moderaten 63 Prozent Verschuldung im europäischen Vergleich, würde zu den Schuldenriesen der EU aufschließen. Ein riskanter Weg.

Auch für Normalbürger hat das Folgen.

Höhere Anleiherenditen treiben die Bauzinsen in die Höhe. Wer ein Haus bauen oder kaufen will, muss künftig mehr zahlen! Das könnte den Aufschwung im Bausektor bremsen.

Ein weiteres Risiko lauert: Inflation.

Viele Länder, darunter Deutschland, liegen über dem Ziel der Notenbank von zwei Prozent.

»Wenn viel Geld in eine ohnehin angespannte Wirtschaft fließt, steigen die Preise«, erklärt Commerzbank-Ökonom Krämer. Ein Beispiel: Handwerker, die künftig Schulen oder Kitas sanieren, fehlen für private Baustellen, weil ihre Löhne klettern.

Am Ende wird vermutlich folgendes eintreffen: Die EZB wird mehr Euro drucken, den Geldmarkt fluten, die Preise werden steigen, die Inflation wird das Leben teurer machen, Millionen Bürger werden ihren Gürtel enger schnallen: und das alles über einen sehr langen Zeitraum.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.