Bei einem Bürgerdialog in Osnabrück, der von der »Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ)« organisiert war, erklärte der grüne Wirtschafts-, Klima- und Energieminister sowie Vize-Kanzler Robert Habeck, dass Deutschland angeblich die Energiekrise überstanden habe [siehe Bericht »Welt«].
Deutschland habe keine Gasmangellage mehr. Die Energiespeicher seien gefüllt, man sei nicht mehr auf russisches Erdgas angewiesen.
Aber dennoch leiden die Unternehmen und Haushalte unter den hohen Energiepreisen.
Robert Habeck gibt zu, dass die Energiepreise, auch für Erdgas, höher seien als vor der Krise.
Tatsächlich sind die Gaspreise in den letzten Monaten noch einmal deutlich angestiegen. Zum Teil liegen sie über 50 Prozent höher als vor der Energiekrise.
Was Habeck nicht deutlich anspricht: Das Erdgas aus z.B. den USA oder vom Golf ist deutlich teurer als das Pipeline-Erdgas, das Deutschland zuvor über Jahrzehnte aus Russland bezogen hatte. Das war immer ein Standortvorteil für Deutschland, der nun weg ist.
Die Strompreise werden auch weiterhin hoch sein oder ansteigen. Habeck gibt zu, dass dies daran liegt, dass in den Ausbau des Stromnetzes für erneuerbare Energien investiert werden muss.
Man kann zusammenfassen: Die Energiepreise werden auf lange Sicht auf hohem Niveau bleiben. Das ist ein Standortnachteil für die deutsche Wirtschaft. Und es ist auf politische Entscheidungen zurückzuführen.
Danke Habeck für nichts!


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