Folge der Corona-Maßnahmen

Gigantische Insolvenzwelle kommt auf die deutsche Wirtschaft zu

Nach Einschätzung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform droht der deutschen Wirtschaft »eine Insolvenzwelle von bisher nicht gekanntem Ausmaß«. Bisher sei das Problem durch die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht verschleiert worden.

Noch hielt sich die Zahl der Pleiten und Unternehmensinsolvenzen in Grenzen. Dies liegt vor allem an den Konjunkturprogrammen, um die Schäden der Corona-Maßnahmen aufzufangen. Doch diese Mittel scheinen das Problem nur aufzuschieben. Denn der wirtschaftliche Einbruch der letzten Monate belastet die Unternehmen schwer. Außerdem ist die Insolvenzantragspflicht zeitweise (zunächst bis September) aufgehoben worden. Im Klartext: Zahlungsunfähige Unternehmen müssen sich nicht bei Gericht melden, wie es sonst der Fall war.

Nach Einschätzung der Wirtschaftsauskunftei ›Creditreform‹ droht der deutschen Wirtschaft »eine Insolvenzwelle von bisher nicht gekanntem Ausmaß«, wenn die Wirtschaft sich nicht schnell wieder erhole [siehe Berichte »Schwäbische«, »Welt«].

Der Hauptgeschäftsführer von ›Creditreform‹, Volker Ulbricht, erklärte, dass die temporäre Aussetzung der Insolvenzantragspflicht die Insolvenzwelle nur vertagt habe. Doch das Risiko einer massiven Verschärfung des Insolvenzgeschehens könnte der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr steigen.

Die temporären Hilfen und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht haben also das Problem verschleiert, erklärte Ulbricht. Doch unter dem Teppich brodelt es. Überall ist der Liquiditätsmangel zu spüren.

Sven von Storch

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