Überweisungen, Kredikarten, Paypal, Zahl-Apps für das Smartphone – weltweit zahlen immer mehr Menschen bargeldlos. Damit wird jede Wirtschaftsbewegung transparent. Jede Rechnung, jeder Einkauf, jede Geldgabe wird entprivatisiert und registriert. Die Bürger werden gläsern.
In den USA oder Großbritannien, in Schweden und Finnland, aber auch in Staaten wie China und neuerdings (durch staatliche Anordnungen) sogar Indien löst der bargeldlose Verkehr zunehmend Scheine und Münzen ab. Bis 2022 soll Indien bargeldlos sein, prognostiziert die »Boston Consulting Group«. In den skandinavischen Ländern wird bereits im Restaurant, im Supermarkt oder gar im Café per Smartphone-App gezahlt. Viele Geschäfte dort akzeptieren kein Bargeld mehr.
Die Deutschen dagegen gehören zu den Nationen, die immer noch sehr stark am Bargeld festhalten. Für den Fiskus und die Finanzindustrie bedeutet dies weniger Einblick in das Kosumverhalten und Finanzgebaren der Bürger. Für die Bürger bedeutet dies mehr Sicherheit, mehr Freiheit und mehr Privatsphäre. Außerdem: Das Geld im Portemonnaie oder Sparstrumpf ist sicher. Das digitale Geld auf dem digitalen Konto ist außerhalb der eigenen Kontrolle, weil gebenenfalls Institutionen oder Unternehmen darauf zugreifen können. Man denke an Minuszinsen oder Kontogebühren, die abgezogen werden. Wenn es auf dem Konto keine Zinsen gibt, warum sollte man das Geld dort lassen?
Wer sich der digitalen Bezahlwelt ausliefert, kann per Knopfdruck ausgestellt werden. Und was ist mit all den Hackern, die online per »Phishing« Konto- und Zugangsdaten abfischen?
Die Deutschen wissen instinktiv, dass das Geld in der Tasche sicherer ist. Doch den Mainstream-Medien und der Finanzindustrie gefählt das gar nicht. Daher erleben wir seit Jahren Werbung und Propaganda für mehr bargeldlosen Verkehr.


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