Die Sorge um starke Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die weltweite Wirtschaft treibt die Banken und Finanzmärkte [siehe Berichte »Welt«, »Handelsblatt«]. Überall fallen die Kurse. Auch im DAX. Letzte Woche gaben die Aktien der Commerzbank stark nach. Viele Anleger fragen sich, wie die deutschen Großbanken die Krise meistern, wenn auf die ohnehin geschwächte deutsche Konjunktur nun noch die Auswirkungen der Pandemie hinzukommen. Die Ratingagentur Scope warnte bereits, dass die Coronavirus-Epidemie alle europäischen Banken belasten werde. Betroffen seien vor allem Geschäfte mit Großkunden, im Investmentbanking und bei der Kreditvergabe.
Derweil sorgen sich die Finanzdienstleister sehr wohl auch um ihre eigene Gesundheit. Bei vielen Börsen (auch in London und New York), Banken und Finanzinstituten übt man für den Ernstfall eine Verlagerung vieler Tätigkeiten in den Home-Office-Bereich. Die Logik: Je mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, desto weniger können sich anstecken, und desto wahrscheinlicher können die notwendigen Aktivitäten des Finanzgeschäfts fortgesetzt werden. In London kam es daher bereits zur ersten Teilevakuierung [siehe Bericht »Handelsblatt«].
Was die Banken allerdings versäumen, ist für die Sicherheit ihrer Kunden zu sorgen. Anstatt dass die zahlreichen Geldautomaten häufiger desinfiziert und gereinigt werden, wie in vielen Ländern Asiens, haben die Sparkassen lediglich die Mahnung an die Kunden ausgesprochen, nach dem Nutzen der Geldautomaten die Hände zu waschen, weil man sich eventuell durch Schmierinfektion anstecken könne [siehe Bericht »Focus Money«].


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