Die Konjunktur-Aussichten in der EU und im Euro-Raum haben sich wieder eingetrübt. Der Ifo-Index ist auf den niedrigsten Wert seit dem Frühjahr 2013 gesunken. Der sogenannte ifo-Geschäftsklimaindex ist ein monatlich vom »ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München« erstellter Indikator für konjunkturelle Entwicklungen in Deutschland. Er misst sozusagen die Stimmung unter den CEOs, Managern und Vorständen der Konzerne.
Wegen der schwachen Wirtschaft in Europa und der angeblich zu schwachen Inflation, erwägt die EZB nun weitere Maßnahmen. Dazu könnten Zinssenkungen, Anleihenkäufe und neue Einlagensätze gehören [siehe Berichte »n-tv«, »Welt«]. Mario Draghi erklärt: »Alle Instrumente sind auf dem Tisch.«
Betroffen werden vor allem wieder die Sparer sein. Auf ausreichende Zinsgewinne der Anlagen ist nicht zu hoffen. Inflationsbereinigt könnte so manches Sparvermögen sogar an Wert verlieren. Die erhoffte Erhöhung der Zinsen wird erst einmal ausfallen. Vermutlich müssen die Sparer noch sehr, sehr lange darauf warten.
Die EZB hatte zuletzt massiv frische Geld in den Umlauf gebracht, um die Inflation, die derzeit bei 1,3 Prozent liegt, leicht anzuheben und somit die Konjunktur zu beleben. Doch das schien wohl nichts gebracht zu haben.


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