Historische Fehlentscheidungen der EU werden Europas Niedergang besiegeln

Droht Europa eine Katastrophe wie bei Chinas Großen Sprung nach vorn_

Durch zentrale Fehlentscheidungen der kommunistischen Partei in Peking war es in Folge des »Großen Sprungs nach vorn« (1958-1961) zu einer der schlimmsten Hungerkatastrophen der Geschichte gekommen. Die EU wiederholt diesen Fehler: Zentral beschlossene Fehlentscheidungen könnten Europas Niedergang besiegeln.

Kennen Sie den »Großen Sprung nach vorn«?

»Der große Sprung nach vorn« war eine unter Mao Zedong initiierte, von 1958 bis 1961 laufende politische und wirtschaftliche Kampagne, die in die größte Katastrophe Chinas des 20.Jahrhunderts führte.

Man wollte mit einem Schlag den Kommunismus auf allen Ebenenen durchsetzen und den Abstand zur westlichen Industrie aufholen. Die Landwirtschaft wurde zwangskollektiviert. Außerdem sollten alle Chinesen ihr Altmetall in zentrale Lager bringen, wo es dann eingeschmolzen werden sollte. Ziel war es, die Eisen- und Stahlproduktion Großbritanniens zu überholen.

Doch es ging alles schief. Die Landwirtschaft konnte die Fünfjahrespläne nicht einhalten. Gegenüber der Zentrale in Peking haben viele Provinzbeamte aus Angst vor Repressionen und aus ideologischen Gründen falsche Angaben gemacht, so dass diese Politik bis zum Exzess fortgesetzt wurde. Die Steuern wurden erhöht und Getreide exportiert, das für die heimischen Versorgung gebraucht wurde, weil man von falschen Angaben ausgegangen ist.

Das gesammelte Metall raubte den Bauern zudem die Arbeitsgeräte. Es war außerdem nach dem Einschmelzen von geringer Qualität und für die industrielle Nutzung unbrauchbar. Bedingt durch die landwirtschaftliche Zwangskollektivierung, die Zusatzbelastung der Bauern durch Arbeiten an Infrastruktur- und Industrialisierungs-Projekten sanken die landwirtschaftlichen Erträge massiv.

Am Ende kam es zu einer Hungernot, deren Opferzahl auf bis zu 50 Millionen Menschen geschätzt wird. Sie gilt als eine der größten Hungersnöte in der Geschichte der Menschheit.

Wie konnten Hunderte von Millionen Chinesen auf einen solch katastrophalen Pfad gebracht werden? Weil ein großer Teil der Bevölkerung mit Ideologie indoktriniert war und sich fast niemand gegen die Politik der Kommunistischen Partei zu stellen wagte.

Was hat das mit Europa zu tun? Die EU von heute bringt mit ihren zentralen Beschlüssen einen Wandel auf dem Weg, der weder national noch regional mit der Realität der Menschen in Einklang zu bringen ist. Doch viel zu wenige Bürger und Politiker wagen, dem Klimawahn und dem Zentralisierungswahn zu widersprechen. So werden Beschlüsse durchgepeitscht, die am Ende massive Folgen auf die europäische Wirtschaft haben werden.

Die zwei größten Fehler, die die EU aktuell begangen hat, sind zum einen die Abkehr von den konstengünstigen und reichen Ressourcen Russlands und zum anderen das Ende der Verbrenner-Motoren mit einseitiger Konzentration auf die E-Mobilität.

Es sind Fehlentscheidungen von historischer Tragweite.

Deutschlands Wirtschaft wird besonderes darunter leiden. Der Lebensstandard in Deutschland wird massiv sinken, es wird zu Verteilungskämpfen kommen. Die Versuche der Regierung, durch Neuverschuldungen die sozialen Schäden auszugleichen, werden scheitern. Denn zum einen wird es immer schwieriger, Staatsanleihen zu vergeben, zum anderen ist die Zeit der Niedrigzinsen vorbei. Deutschlands Schuldenlast liegt bereits bei über 2,3 Billionen Euro.

Anstatt in den Ländern und Regionen in kleinen Schritten Realpolitik mit Beteiligung der Bürger zuzulassen, werden zentral in Brüssel historische Fehlentscheidungen getroffen, die auf Hunderte von Millionen Europäern massiven Einfluss haben werden.

Anstatt auf lokale, reale, konkrete und akute Probleme einzugehen, richtet sich die zentral gesteuerte EU-Politik mit Scheuklappen-Sicht an den Zielen der Klima-Ideologie aus, ohne Rücksicht auf Verluste. Der mögliche Kollateralschaden wird völlig außer acht gelassen.

In Brüssel herrscht blinde Ideologie statt Pragmatik. Wie damals in Peking. Die Folgen werden dramatisch sein. 

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.