Die Europäische Zentralbank (EZB) steht nach wie vor wegen der Niedrigzinspolitik in der Kritik. Auch am Rande des Gipfels der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) kam das Thema wieder auf. Die deutschen Privatbanken drängen auf eine Erhöhung der Zinsen. Doch EZB-Chef Mario Draghi besteht auf die Fortsetzung der Niedrigzinspolitik [siehe Bericht »n-tv«].
Die europäischen Banken müssten schon jetzt jährlich rund 7,5 Milliarden Euro an Strafzinsen an die EZB zahlen. Die US-Notenbank FED hat dagegen in der selben Zeit keine Strafzinsen erhoben. Sie hat 2017 sogar rund 26 Milliarden Dollar an Zinsen auf Reserven gezahlt. Dadurch würden europäische Banken gegenüber ihrer amerikanischen Konkurrenz ins Hintertreffen geraten, wird gegen Draghi argumentiert. Doch Draghi bleibt hart.
Schlecht ist diese Nachricht vor allem für deutsche Sparer und Anleger. Ihr Geld wirft nach wie vor kaum Zinsen ab.


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