Die CO2-Emissionen Deutschlands sind 2019 bereits um 50 Millionen Tonnen gesunken [siehe Berichte »ZDF«, »RP-Online«]. Das ist ein Rekordtief. Er ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Verbrauch von Kohleenergie zurückgegangen ist. Der gestiegene CO2-Preis der EU für die Energiewirtschaft habe die Stromgewinnung aus Stein- und Braunkohle weniger rentabel gemacht, heißt es.
Nach dem Agora-Direktor Agora-Direktor Patrick Graichen liegt es aber auch daran, dass Deutschlands Wirtschaft kaum wuchs und die energieintensiven Industrien, etwa der Stahlsektor, in einer konjunkturellen Krisen stecken.
Und nun? Was ist mit den neuen Erkenntnissen anzufangen? Die einen sehen dies als Motivation, die CO2-Emissions-Politik fortzuführen und weiter an der Schraube zu drehen.
Doch parallel ist 2019 auch ein Jahr gewesen, in dem die Wirtschaft in eine Krise gerutscht ist. Hier wäre ein passender Moment, innezuhalten und zu überprüfen, wie sich all die CO2-Ziele, die Deutschland seitens der EU vorgeschrieben werden, zu erreichen, ohne dass die deutschen Unternehmen weiter in den übereilten Aktionismus gedrängt werden, der dem Land und seiner Volkswirtschaft insgesamt und langfristig schaden könnte.
Bis Ende 2022 müssen nämlich die letzten sechs Atomkraftwerke vom Netz gegangen sein. Noch ist nicht geklärt, wie der wachsende Strombedarf für all die neuen E-Autos gedeckt werde soll.
Einen Blackout will niemand riskieren. Hier ist sicherzustellen, dass die Pläne und Ambitionen der EU und der Klimaaktivisten der deutschen Wirtschaft keinen weiteren Schaden zufügen, den dann die Arbeitnehmer und Steuerzahler bitter bezahlen müssen. Denn eines ist klar: Ohne ausreichend Energie lässt sich nicht das notwendige Wirtschaftswachstum generieren, dass Deutschland braucht, um die Karre wieder aus dem Morast zu ziehen.


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