Es geht bergab mit Deutschland. Es geht bergab mit den Rentenrücklagen, mit der Bildung, mit der Sicherheit, mit der Infrastruktur, mit den Exporten, mit der Konjunktur und vielem mehr. Womit geht es eigentlich nicht bergab in Deutschland? — mag man sich fragen.
Mit der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich geht es ebenfalls bergab [siehe Berichte »FAZ«, »Capital«, »Handelsblatt«].
Deutschland war jahrelang weit oben gelegen. Doch nun kippt die Lage. Im jährlichen Ranking des Weltwirtschaftsforums ist Deutschland von Hongkong, den Niederlanden, der Schweiz und Japan überholt worden. Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass die Lohnzurückhaltung lange Zeit dazu beigetragen hatte, Deutschland einen Vorteil zu verschaffen. Es war also eine Wettbewerbsfähigkeit, die auch die Arbeitnehmer bezahlt haben. Doch auch das hilft auf Dauer nicht. Leiharbeit hin oder her. Denn bei der Infrastruktur und im technologischen Bereich rutscht Deutschland zurück. Besonders der wichtige Bereich der Informationstechnologie ist eine Schwäche. Der IT-Rückstand ist ein Dauerproblem in Deutschland. Unternehmen brauchen heutzutage eine moderne IT-Infrastruktur.
Und was sorgt den dafür, dass Deutschland überhaupt noch in den Top 10 ist? Es sind Dinge wie Staatsverschuldung oder Inflationsrate — also makro-ökonomische Faktoren.
Wettbewerbsfähigkeit ist natürlich nicht alles. Auch ein Dritte-Welt-Land kann wettbewerbsfähig sein, weil dort geringe Löhne gezahlt werden. Für Deutschland kennzeichnend ist jedoch, dass der Lebensstandard im Vergleich zu vielen europäischen Nachbarn nachlässt. Die Deutschen sind keine reiche Nation mehr.


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