Wenn das Erdgas aus Russland in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr fließt, könnte dies einen Dominoeffekt für die gesamte deutsche Volkswirtschaft auslösen. So könnte der Studie eines Wirtschaftsverbandes zufolge bis zum Jahresende die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung um bis zu 200 Milliarden Euro sinken. Fünf Millionen Menschen könnten ihren Arbeitsplatz verlieren. Die deutsche gesamtwirtschaftliche Leistung würde um 12-13 Prozent einbrechen [siehe Bericht »Spiegel«].
Der »Berliner Kurier« berichtete, dass laut Experteneinschätzung die Mehrkosten für Heizung und Strom pro Haushalt um bis zu 4000 Euro anwachsen würden, wenn das russische Erdgas wegfällt und die Preise an die Verbraucher weitergeben würden. Zu dieser Einschätzung kommt ein Experte des Verbraucherschutzes Nordrhein-Westfalen.
Die deutsche Landwirtschaft warnt vor erheblichen Ernteausfällen, weil der Kunstdünger nicht ausreicht. Schon jetzt reißen sich die Bauern um die Gülle, weil Kunstdünger immer knapper und teurer wird [siehe Bericht »Focus«].
Mehr als jedes fünfte Unternehmen denkt derzeit darüber nach, wegen der steigenden Energiepreise in Deutschland die Produktion zumindest teilweise ins Ausland zu verlagern. Diese Zahl würde durch einen russischen Gasstopp noch erheblich anwachsen.
Das alles ist nur die Spitze des Eisberges. Denn es droht ein Domino-Effekt, der wie die Lehman-Pleite in den USA zurzeit der Finanzkrise, alles andere mit sich reißt. Das ein solches Szenario droht, hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck selbst so gesagt.
Und nun? Weg mit den Russland-Sanktionen! Öffnung der Pipeline Nordstream 2! Verlängerung der Laufzeiten der verbliebenen Kernkraftwerke! Reaktivierung der Kohlenergie! Das sind die letzten Chancen, Deutschland vor der De-Industrialisierung zu bewahren.


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