Autobranche am stärksten betroffen

Deutsche Industrie_ Innerhalb eines Jahres über 100.000 Jobs weg

Die deutsche Industrie hat innerhalb nur eines Jahres rund 101.000 Arbeitsplätze verloren. Besonders betroffen ist die Autobranche mit 45.400 verlorenen Stellen. Der Wirtschafsstandort Deutschland wird für die Industrie immer unattraktiver.

Wie »n-tv« berichtet, hat die deutsche Industrie binnen eines Jahres rund 101.000 Arbeitsplätze verloren. Besonders betroffen ist die Autobranche mit 45.400 Stellen.

Laut EY-Analyse sank die Beschäftigung auf 5,46 Millionen, ein Minus von 1,8 Prozent. Seit 2019 gingen 217.000 Jobs verloren.

Hoher Druck durch Kosten und Konkurrenz

Hohe Kosten, schwache Absatzmärkte und Konkurrenz aus China belasten die Industrie, erklärte EY-Manager Jan Brorhilker. Der Umsatz sank 2024 weiter, ein Ende des Stellenabbaus sei nicht absehbar. Bis Jahresende könnten 70.000 weitere Jobs wegfallen.

Die Autobranche verlor sechs Prozent der Stellen, Metallerzeugung und Textilbranche über vier Prozent. Chemie- und Pharmaindustrie blieben stabil.

Standortdebatte prägt die Stimmung

Kritiker warnen vor Deindustrialisierung, doch die Beschäftigung liegt 3,5 Prozent über dem Wert von 2014. Brorhilker fordert weniger Bürokratie und stärkere Binnennachfrage.

Politik gefordert

VDA-Präsidentin Hildegard Müller betonte, die Politik müsse die Wettbewerbsfähigkeit stärken, um Investitionen und Jobs zu sichern. Ein Investitionspaket der Regierung könnte helfen.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.