Konzernumbau kommt der Bank teuer zu stehen

Deutsche Bank_ Verluste im Milliardenbereich

Rund drei Milliarden Euro hat die Deutsche Bank im zweiten Quartal an Verlusten eingefahren. Der Grund sind Umstrukturierungen, mit denen die Bank auf ihre Krise reagiert. Insgesamt sollen rund 18.000 Stellen gestrichen werden.

In mehreren Geschäftsbereichen musste die Deutsche Bank deutliche Einbußen hinnehmen. Vor allem im Handel und in der Transaktionsbank verdiente sie im zweiten Quartal weniger. Einer der Gründe für den Rückgang ist der Konzernumbau. Rund 18.000 Stellen will die Deutsche Bank weltweit abbauen. Dazu sind komplexe Umstrukturierungen notwendig. Zusammengenommen schlug ein Verlust von mehr als drei Milliarden Euro zu Buche [siehe Berichte »n-tv«, »Focus-Online«].

Im Zuge der Neuausrichtung soll vor allem der Aktienhandel aufgegeben werden. Hier sind die Erträge um 32 Prozent eingebrochen. In Zukunft will die Deutsche Bank mehr auf das Beratungs- und Emissionsgeschäft setzen. Doch auch hier sind die Erträge um knapp ein Drittel zurückgegangen.

Der Umbau und die Neustrukturierung des Konzerns soll am Ende mehr als sieben Milliarden Euro kosten. Die Bank hat angekündigt, die Kosten alleine stemmen zu können. Für viele Analysten ist die derzeitige Entwicklung kein reiner Umbau, sondern eine Reaktion auf eine schwere Krise des Finanz-Konzerns.

Sven von Storch

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