Wirtschaft baut Arbeitsplätze ab, Staat stellt immer mehr Menschen ein

Deka-Chefvolkswirt warnt_ Arbeitsmarkt noch schlechter als er aussieht

Laut Deka-Chefökonom Ulrich Kater verzerren die offiziellen Arbeitslosenzahlen den Blick auf die Realität, denn immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit. Und die Schaffung neuer Stellen finde hauptsälich beim Staat statt.

Immer mehr Unternehmen gehen Insolvent oder bauen Arbeitsplätze ab. Immer Investoren halten sich zurück. In der Wirtschaft ist man bei Neueinstellungen von Arbeitnehmern vorsichtiger und zurückhaltender geworden, weil die Zukunft schwer abgeschätzt werden kann.

Das alles hat massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Der Deka-Chefökonom Ulrich Kater warnt, dass die Lage am Arbeitsmarkt schlechter sei, als es ohnehin schon aussieht [siehe Bericht »Focus«].

Denn die Zahlen werden durch verschiedene Faktoren geschönt:

Zum einen gibt es sehr viele Menschen, die nur in Teilzeit oder als Minijobber beschäftigt sind.

Zum anderen gibt es einen Bereich, in dem die Zahl der Beschäftigen zunimmt, und zwar im öffentlichen Dienst oder in Institutionen, die vom Staat (mit-)finanziert werden.

Tatsächlich sieht man in der Werbung überall Stellenausschreibungen für Jobs und Ausbildungsplätze beim Finanzamt, beim Bundesverfassungsschutz, bei der Bundeswehr, beim Zoll, bei der Polizei, in der Verwaltung und so weiter.

Sven von Storch

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