Nach dem Ende der Corona-Lockdowns hatten Investoren sich auf eine Rückkehr Chinas gefreut. Die Investitionen sollen sich doch bezahlt machen. Doch Chinas Rückkehr fiel sehr bescheiden aus. Die Volksrepublik konnte nicht an die Wirtschaftskraft der Vor-Corona-Zeit anschließen [siehe Bericht »Business Insider«].
Für viele Experten ist das chinesische Wirtschaftswunder vorbei. Zwar wird dort die Volkswirtschaft weiter wachsen. China wird auch weiterhin eine führenden Rolle spielen. Auch technologisch wird es dort weitere Entwicklungen geben.
Aber die Zeiten enormer Wachstumsraten sind vorbei. Der Boom ist erloschen. China ist auf ein Level angekommen, wo exorbitantes Wachstum immer schwieriger wird, ganz wie in Japan oder Südkorea.
Hinzu kommen Probleme mit der Verschuldung und der Baubranche. China hat schon längst ein landesweites Verbot zum Neubau von Wolkenkratzern erlassen. Die Verschuldung im Immobiliensektor, der rund 30 Prozent des Wirtschaftswachstums ausmacht, ist zu hoch geworden und bereitet der chinesischen Führung zunehmend Probleme.
Hinzu kommen die demographischen Probleme. Wie in Südkorea und Japan kommt nun auch China in eine Phase, in der die Zahl junger Menschen im Verhältnis zu den alten Menschen stetig abnimmt.
Dennoch sind die Wachstumsraten in China deutlich größer als in Europa. Aber sie treffen bei weitem nicht die Erwartungen der Investoren.
Für die USA ist dadurch die weltwirtschaftliche Lage entschärft worden. Groß war die Sorge, dass China ins absoluten Zahlen die USA an Wirtschaftskraft bald überholen könnte. Doch das scheint nun etwas weiter in die Zukunft hinausgeschoben zu sein.


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