Handelskrieg und Währungskrieg gehen Hand und Hand. Das Problem der US-Wirtschaft sind die unschlagbaren Preise, mit denen die Chinesen ihre Produkte auf dem US-Markt anbieten. US-unternehmen, die in den USA vor Ort produzieren, können im Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mithalten. Nur international aufgestellte Unternehmen, die in China produzieren lassen, können im Preiskampf bestehen. Das führt zu mehr Verlagerung von Arbeitsplätzen nach China. Donald Trump hatte deshalb eine national-orientierte Wirtschaftspolitik gefordert, die besonders gegen China mit hohen Einfuhr-Zöllen auf chinesische Produkte vorgeht. So kam es zum Handelskonflikt, der mittlerweile zum »Kalten Krieg« ausgeartet [siehe Bericht »Freie Welt«].
China konterte bisher verhalten mit eigenen Zöllen. Doch Peking hat noch eine Methode, um die Auswirkungen der US-Strafzölle abzumildern und chinesische Produkte dennoch günstig in den USA anzubieten: Die Währung wird entwertet [siehe Bericht »n-tv«]. Der Yuan-Renminbi scheint sich der Situation des Handelskonfliktes anzupassen. Zwar beteuerte der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang, dass man den Yuan nich gezielt und absichtlich entwerte, aber so ganz ohne Absicht scheint diese Währungsveränderungen auch nicht zu geschehen.


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